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von Carsten » 20. Mai 2006, 19:53
So sehe ich es. Seht es positiv. Meine Bilanz (zu lesen als Lightbericht auf der Homepage):
Geschafft! Auf zum Finale!
Ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebten 3.500 Zuschauer im Kasseler Auestadion. Nach einer 2:0-Halbzeitführung durch Tore von Arnold und Bauer war man Tabellenführer, am Ende des Spieles wieder Tabellenzweiter, da Frankfurt nach einem 0:2 zur Halbzeit in Klein-Karben am Ende doch noch mit 3:2 gewann. Dass die Löwen letztendlich nicht über ein 2:2 gegen die tapferen Mannen aus Steinbach hinauskamen, spielte nach dem Spiel keine Rolle mehr. Das erste Etappenziel ist erreicht! Der KSV Hessen kann am kommenden Donnerstag mit einem Sieg in Frankfurt (schon ein 1:0 reicht) den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen.
Das macht den Fußball so interessant. Nichts ist wirklich vorhersehbar, nichts wirklich berechenbar. Und wenn dann noch das Wetter Kapriolen dreht, dann spielt der Faktor Glück eine noch größere Rolle. So geschehen beim Spiel der Löwen gegen Steinbach als auch beim Spiel des FSV Frankfurt in Klein-Karben. Starke Windböen, Blitz, Hagel und strömender Regen führten sogar beim Stande von 2:2 des FSV Frankfurt in Klein-Karben zu einer 15 minütigen Unterbrechung, was als "himmlische Wettbewerbsverzerrung" anzusehen ist und auch im Auestadion hätte der Schiedsrichter die Partie unterbrechen können.
So aber wurde durchgespielt und es fielen Tore, die u.U. nicht gefallen wären. Schon das 1:0 durch Arnold aus knapp 35 Meter Entfernung wurde vom Winde getragen und die Gegentreffer und das manchmal unsicher wirkende Abwehrverhalten des KSV in der zweiten Halbzeit resultierten größtenteils aus schwer berechenbaren Bällen.
Doch das Unentschieden alleine auf das Wetter zurückzuführen, wäre zu einfach. Der KSV Hessen kam mit dem sicheren Gefühl einer 2:0-Führung und dem winkenden ersten Tabellenplatz aus der Kabine und unterschätzte mit einem erheblichen Maß an Arroganz dann Steinbach und das Wetter. Gerade noch rechtzeitig vor dem Finale in Frankfurt dürfte jetzt den Löwen wieder klar geworden sein, dass ein Spiel 90 Minuten dauert, man nur auf sich schauen muss und immer volle Konzentration gefordert ist, egal wie der Gegner heisst.
RWG
Carsten