Der Ball rollt wieder im Auestadion

Lwen empfangen Pfullendorf

Nach zweimonatiger Winterpause kehrt der KSV aus der Winterpause zurück. Zum Start des Fußballjahres 2014 in der Regionalliga Südwest gastiert am Samstag, den 22. Februar 2014, um 14:00 Uhr, der Tabellenletzte SC Pfullendorf im Auestadion. Für die Löwen wird es also ernst. Drei Punkte sind auf dem Weg zum Klassenerhalt Pflicht.

Ja, es hat sich sehr viel getan beim KSV: ein neuer Trainer, neue Spieler, ein neuer Kapitän, zwei neue Vorstände. Vor allem aber ist die Zuversicht wieder da in Kassel. Die Testspielergebnisse passen. Die Atmosphäre im Team stimmt. Nun fehlt nur noch ein erfolgreicher Auftakt ins Pflichtspieljahr 2014. Und der wäre immens wichtig.

Die schwerste Rückrunde seit vielen Jahren steht vor, prophezeite die HNA. Mit fünf Punkten Rückstand starten die Löwen auf den 13. Tabellenplatz, der allein den Verbleib in der Regionalliga Südwest garantiert. Vor und hinter der berüchtigten „roten Linie“ tummeln sich mit Wormatia Worms, TSG Hoffenheim II oder Kickers Offenbach weitere Mannschaften, die – so wie die Löwen selbst – viel zu ambitioniert sind, um sich mit einem Platz im Tabellenkeller zufrieden zu geben. Die Konkurrenz wird nicht schlafen, so viel ist sicher.

Umso besser, dass der KSV mit viel Selbstvertrauen in die Liga zurückkehren kann. Die Testspiele verliefen erfolgreich. Getroffen haben vor allem die Stürmer und offensiven Mittelfeldspieler: Je dreimal Trobias Damm und Andreas Mayer, je zweimal Sebastian Schmeer, Gabriel Gallus und der neue, Christopher Kullmann.

Neben Kullmann, der vom Ligakonkurrenten FC 08 Homburg kam, zeigten auch Keeper Raphael Koczor, Henrik Giese (beide von Viktoria Köln) und Adli Lachheb (Hallescher FC), sowie der Südkoreaner Jung Yeon-Woong, dass sie die Löwen in der Rückserie verstärken können. Und der neue Löwen-Coach Matthias Mink hat mit ihnen deutlich mehr Optionen.

Auch die Verletzungsmisere scheint weitgehend überwunden. So feierte Christian Henel im Testspiel gegen Eintracht Stadtallendorf sein Comeback nach mehr als dreimonatiger Zwangspause. Stefan Müller ist zumindest ins Training zurückgekehrt, auch Ingmar Merle ist zuversichtlich, nach langer Leidenszeit bald wieder mit dem Lauftraining beginnen zu können. Umso ärgerlicher, dass sich zuletzt überzeugend aufspielende Gabriel Gallus gegen Stadtallendorf einen Innenbandeinriss zuzog. Diese vier werden gegen den SC Pfullendorf fehlen, ebenso der gesperrte Morike Sako.

So ernst die Tabellensituation für die Löwen auch ist – in Pfullendorf kann man sich eine solche Ausgangslage nur herbeisehnen. Nur acht Punkte hat der Tabellenletzte auf der Habenseite, auswärts gelang ein mageres Unentschieden beim SSV Ulm 1846. Ansonsten hagelte es ausschließlich Niederlagen.

Auch in Pfullendorf drehte sich daher im Winter das Personalkarussel, allerdings eher in die entgegengesetzte Richtung. Acht Spieler verließen den Verein, nur vier neue konnten verpflichtet werden. Fündig wurde der SC Pfullendorf dabei vor allem in der der Schweiz. Der neue Keeper Timo Tank, mit 1.93 Meter hat er das Gardemaß für einen Torhüter, kam vom FC Schaffhausen. Ideal Iberdemaj (Tus Koblenz), Philippe Erne (FC Balzers) und Gentjan Zuta (FC Thun II) sind die anderen Neuen.

In den Testspielen musste Pfullendorf, anderes als der KSV manch bittere Pille schlucken, vor allem die 2:8-Klatsche bei Oberligist SSV Reutlingen zehrte an den Nerven. Doch Ergebnisse wie diese sollten weder Fans noch Spieler dazu verleiten, den SC Pfullendorf zu unterschätzen. Nicht zuletzt das ärgerliche 2:2 im Hinspiel, als der KSV auf den letzten Metern den sicheren Sieg verspielte, ist Warnung genug.

Sechs Spieler, die im August 2013 für Pfullendorf noch auf dem Platz standen, sind nicht mehr im Kader, darunter die Torschützen Daniel Hörtkorn und Timo Werne. Aber auch der zweifache Torschütze des KSV, Christian Henel, wird fehlen. 

Die Karten werden also völlig neu gemischt. Für die Löwen kann sich das Blatt 2014 eigentlich nur zum Positiven wenden. Erzwingt - notfalls - euer Glück!

 

Stefan Frindt

Medienteam

 

 

 

 

Veröffentlicht: 20.02.2014

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Datum des Ausdrucks: 12.12.2019