Schweres Auswärtsspiel in Mainz

Lwen zu Gast bei der Torfabrik der Liga

Vor allem auf die Defensive der Löwen wartet an diesem Wochenende ein hartes Stück Arbeit. Ihr Gegner, die U 23 des FSV Mainz 05, hat in dieser Saison bereits 29 Tore erzielt. Das sind drei pro Spiel – der mit Abstand beste Wert der Liga, der den Mainzern aktuell Tabellenplatz zwei einbringt mit vier Punkten Vorsprung auf die Löwen auf Rang fünf. Anpfiff am Bruchweg ist am Samstag um 14:00 Uhr.  

4:1, 5:1, 3:2, 3:0 – Die Ergebnisse der Mainzer im eigenen Stadion können sich sehen lassen. Auch der nordhessische Rivale KSV Baunatal die Offensivstärke der Bundesligareserve bereits zu spüren bekommen. Zuletzt kam der FC Homburg in Mainz unter die Räder. Einer Mannschaft aber ist auch schon ein Sieg am Bruchweg gelungen: Der SVN Zweibrücken siegte am 31. August mit 3:2. An der stabilen Defensive des Aufsteigers bissen sich die Mainzer vor allem in der zweiten Halbzeit die Zähne aus. Mit etwas Glück und einer effizienten Chanceverwertung konnte Zweibrücken den Sieg am Bruchweg über die Zeit retten.

Der Star der Mainzer ist Ex-Bundesligaprofi Petar Sliskovic. In zehn Saisonspielen traf Sliskovic 13 Mal. Nicht minder beeindruckend liest sich seine saisonübergreifende Serie: In den vergangenen 26 Spielen netzte der Kroate ganze 26 Mal ein.

Aber auch seine Mannschaftskameraden sind für Tore gut: der Ex-Trierer Steven Lewerenz erzielte immerhin vier Saisontore, der frühere Baunataler Nejmeddin Daghfous und Michael Falkenmayer, der viele Jahre für den SC Pfullendorf auflief, trafen je drei Mal. Mit Lewerenz, Daghfous und Falkenmayer sind auch drei der vier wohl bekanntesten Neuzugänge des FSV Mainz 05 genannt. Hinzu kommt Stürmer Mounir Bouziane, der von der U23 des SC Freiburg an den Bruchweg kam. Alle weiteren Neuzugänge sind aus der eigenen Jugend oder von anderen U19-Mannschaften zum Regionalligateam gestoßen.

Die Mischung aus Alt und Jung – in Mainz scheint sie zu stimmen. Nur die wenigsten hatten die U23  auf der Rechnung, als es vor Saisonbeginn darum ging, die Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter zu benennen. Ob sich das Team an der Tabellenspitze halten kann, bleibt abzuwarten, doch für den KSV Hessen ist diese Frage ohnehin unerheblich. Denn die ersatzgeschwächten Löwen treffen so oder so am Samstag auf ein Spitzenteam der Regionalliga Südwest.

Der glückliche 2:1-Erfolg gegen die U23 von Eintracht Frankfurt sollte den Löwen Selbstvertrauen geben, auch in Mainz Punkte zu holen. Der SVN Zweibrücken hat es vorgemacht: Mit Glück und Geschick aus einer starken Defensive heraus.

 

Stefan Frindt

 

Veröffentlicht: 26.09.2013

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Datum des Ausdrucks: 12.12.2019