Reifeprüfung für die Löwen

Gastspiel bei Aufstiegsanwrter Wormatia Worms

Nach dem gelungenen Saisonstart wartet auf die Löwen ein echter Härtetest: Am Donnerstag um 19:00 Uhr spielt der KSV Hessen bei Wormatia Worms. Die Rheinländer haben zur neuen Saison kräftig aufgerüstet und werden als heißer Kandidat für die beiden Relegationsplätze in der Regionalliga Südwestgehandelt.

Die Wormatia bläst zum Angriff auf die Spitze. Nach der durchwachsenen Saison 2012/2013 mit Achtungserfolgen im DFB-Pokal und gleichzeitigen Abstiegsnöten in der Liga soll in Worms diese Runde vieles besser werden. Die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling wurde daher in der Sommerpause runderneuert. Zweit- und drittligaerfahrene Profis wurden an den Rhein gelotst. Laut einer Umfrage unter den Trainern der Regionalliga Südwest zu Saisonbeginn zählt die Wormatia zu den Topfavoriten der Liga.

Doch noch läuft der Motor nicht rund. Vier Spiele, vier Unentschieden – das ist die Bilanz der Wormatia bislang. Die Auftritte aber waren durchaus hochklassig. So sahen am zweiten Spieltag mehr als 7.500 Zuschauer am Bieberer Berg eine tempo- und spannungsreiche Partie zwischen Kickers Offenbach und Wormatia Worms, die trotz eines 0:0 sicherlich zu den bislang besten Spielen der Liga zählte. Auch das 1:1-Untentschieden beim SC Freiburg II am vergangenen Wochenende konnte sich sehen lassen.

Mit 1:1 endete auch die Auftaktpartie der Wormatia gegen Eintracht Frankfurt II. In der 86. Minute kassierte Worms den unglücklichen Ausgleich, nachdem Ex-Löwe Kevin Wölk die Wormatia per Freistoß in Führung geschossen hatte. Mit dem selben Ergebnis, aber unter anderen Vorzeichen endete auch das Spiel gegen den FC Homburg. Gegen die starken Saarländer konnte Wormatia Worms nur von Glück reden, dass Marco Steil mit einem verwandelten Strafstoß kurz vor Schluss einen Punkt rettete. Homburg hatte zuvor zahlreiche Chancen ausgelassen, den Sack zuzubinden.

Vor allem im Sturm zwickt es bislang trotz namhafter Neuzugänge. Zwei der drei Saisontore fielen durch Standards. Die Hoffnungen ruhen auf dem 34-jährigen Routinier Srdjan Baljak, der mit der Empfehlung von vier Bundesliga- und 127 Zweitligaspielen vom MSV Duisburg nach Worms kam. Auf 127 Spiele in der Zweiten Liga kann auch Carsten Sträßer zurückschauen, der zuletzt Kapitän und Stammspieler bei Drittligist Chemnitzer FC war.

Neu sind auch Spielmacher Kevin Wölk, der vom FSV Frankfurt II an den Rhein wechselte, Verteidiger Rachid El Hammouchi, zuletzt Stammspieler beim Wuppertaler SV, Torwart Rainer Adolf, der beim SV Waldhof Mannheim unter Vertrag stand und zweifelsohne zu den besten Keepern der Liga zählt. Stürmer Markus Müller war letzte Saison Stammspieler bei Drittliga-Absteiger SV Babelsberg. Aus Homburg kam Verteidiger Erdal Celik. Und der erst 19-jährige Markus Hofmeier kann immerhin schon auf Einsatzzeiten in der Zweiten Liga für den FSV Frankfurt zurückschauen. Diese imposante Reihe an Neuzugängen ergänzen Ersatzkeeper Lucas Menz (Ebbsfleet United), Benjamin Vali (U 19 von Astoria Walldorf), Jonathan Zinram (SV Gonsenheim) sowie Björn Weisenborn und Damian Kaminski (beide eigene Jugend).

Angesichts der Investitionen zu Saisonbeginn verwundert es nicht, dass der Druck in Worms nach vier Unentschieden in Serie wächst. Gegen den KSV soll nun der erste Saisonsieg her. Bei einem Sieg der Löwen wäre der Fehlstart perfekt. Fehlen werden den Wormsern Markus Müller (Muskelfaserriss) und Maximilian Mehring (Kreuzbandriss). Stürmer Adam Jabiri und Linksverteidiger Tim Bauer befanden sich zuletzt nach ihren Verletzungen im Aufbautraining.

 

Stefan Frindt

Medienteam

Veröffentlicht: 21.08.2013

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Datum des Ausdrucks: 15.10.2019