Heimspiel- Highlight gegen Lorants Hachinger

KABINENGEFLSTER
KSV HESSEN KASSEL kontra SPIELVEREINIGUNG UNTERHACHING. Klingt gut! Wird gut!? Wir werden sehen! Erleben Sie es am Samstagdenna) LIVE ist nur im (AUE-) STADION und b) auch wenn man hinterher meist erst schlauer istwer nicht dabei ist, knnte es spter bereuen! S

iehe vor einem Jahr…! Denn nach dem erfolgreichen Heimspiel- Highlight im August 2006 gegen das Star- Ensemble der TSG Hoffenheim, dem mittlerweile Zweitbundesligisten, folgt am kommenden Samstag die diesjährige „August- Attraktion“: KSV HESSEN KASSEL kontra SPVGG UNTERHACHING!

Gegen die Münchener Vorstädter, wo der Star der Trainer ist! Werner Lorant ,der auch von Medien, Fußball- Fans und (womöglich hinter vorgehaltener Hand…) Spielern „Werner Beinhart“ genannt wird. KSV HESSEN KASSEL kontra SPVGG UNTERHACHING - das ist auch das Duell Trainer gegen ehemaligen Spieler.

In den Jahren 1996 und 1997 spielte KSV- Coach Matthias Hamann als Profi eineinhalb Spiel- Jahre unter Trainer Werner Lorant in der 1. Fußball- Bundesliga beim TSV 1860 München. Matthias Hamann erinnert sich: „Er hat seinen starren, klaren Weg und lässt sich nicht rein reden. Da ich schon immer einer war und bin, der eine offene Art hat und als Spieler Mitsprache suchte und meine Meinung hatte, gerieten wir durchaus auf Konfrontation. Ich konnte mir damals vorstellen, in der Defensive im Raum zu spielen, Lorant legte Wert auf klar zugeteilte Manndecker.“ Zitat Werner Lorant: „Spieler haben vielleicht ein Problem mit mir, ich aber nicht mit ihnen.“

 

http://www.dasbesteausnordhessen.de/pictures/TNARTIKEL07-08-23-114710_lorant.jpgWerner Lorant
Foto: www.spvgg- unterhaching.de

Werner Lorant hatte sich bereits als Spieler einen Namen gemacht. Als konsequenter Mittelfeldspieler absolvierte der gebürtige Essener von 1971 bis 1983 insgesamt 325 Bundesligaspiele (46 Tore, 55 gelbe Karten, 2 rote Karten) für Borussia Dortmund (1971/1972), Rot- Weiß Essen (73-77), 1. FC Saarbrücken (77/78), Eintracht Frankfurt (78-83) und den FC Schalke 04 (82/83). Mit Eintracht Frankfurt gewann Lorant 1980 den UEFA- Pokal und 1981 den DFB- Pokal. Mit 22 Jahren begann seine Karriere als Bundesligaspieler, als der er auch gegen den amtierenden KSV- Aufsichtsratvorsitzenden Holger Brück (damals Hertha BSC) spielte, da wo sie auch mit 34 Jahren endete – an seiner Wiege im Ruhrgebiet.

In der Saison 1993/1994 führte der Trainer Werner Lorant den Zweitligisten TSV 1860 München als Tabellen- Dritter in die Fußball- Bundesliga und etablierte den Traditionsclub dort (incl. UEFA- CUP- Teilnahme), ehe mitten in der (achten BL-) Saison am 18. Oktober 2001 nach sieben Jahren das Aus folgte. Anschließend war Werner Lorant tätig für den türkischen Topklub Fenerbahce Istanbul (Saison 2002/2003, Anm.: bis zum 31.12. 2002), dem Zweitligisten LR Ahlen (2002/2003, Anm.: ab 03.01.2003), Apoel Nikosia/Zypern (2004/2005, Anm.: ab 17.03.2005), Sivasspor/1. Liga Türkei (2005/2006), Saipa Teheran/Iran (2006/2007, Anm.: bis 3.10.2006) und Kayseri Erciyesspor/1. Liga Türkei (2006/2007, Anm.: 4.10.2006 bis 11.01.2007). Am 22. März diesen Jahres übernahm Lorant in seiner langjährigen Münchener Heimat die SpVgg Unterhaching, um sie vor dem Abstieg zu bewahren, der schließlich am allerletzten Spieltag jedoch dann doch besiegelt war. Jetzt strebt der Trainer- Routinier den sofortigen Wiederaufstieg mit den Hachingern in Liga Zwei an.

Ohne Zweifel, Werner Lorant polarisiert. Ein Original eben – ähnlich wie der in Kassel bekannte Eishockey- Trainer Hans Zach – mit Ecken und Kanten, der Emotionen raus lässt (wer hat das vor Jahren im Münchener Derby verbal und nonverbal geführte Wortgefecht am Spielfeldrand mit Mario Basler nicht in Erinnerung…), direkt und geradeheraus! Ich selbst erinnere mich gern an Lorants letzten Besuch im Auestadion, Mitte Oktober 1991, mit seinem damaligem Klub Viktoria Aschaffenburg. Sowohl die Mainfranken als auch der KSV Hessen waren in jener Zeit hartnäckige Kontrahenten für die Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga. Der KSV Hessen siegte an jenem 19. Oktober vor begeisternder, großer Kulisse mit 3:2 (nach 3:0- Halbzeitführung durch Tore von Ralph Kistner, Carsten Becker und Tobi Schmidt) und Werner Lorant gab sich damals bei der Pressekonferenz in ungeschminkter Art als fairer Verlierer. Gönnen wir uns vor seinem Wiedersehen nach 16 Jahren im Auestadion noch ein paar überlieferte Sprüche von Werner Lorant - einer interessanten Trainer- Typ- Gestalt:

„Unbegreiflich, ich habe keinen Spurt bei ihm gesehen“ (…über einen Muskelfaserriss seines ehemaligen Spielers Borimirov).

„Wer am Samstag nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, der kann ja am Sonntag noch laufen“

„Vieles was darin geschrieben wurde, ist auch wahr“ (über sein Buch „Eine beinharte Story“)

„Wenn das Handy klingelt kann man aus dem Bus aussteigen – und wir fahren weiter. Der hat ja ein Handy und kann sich ein Taxi rufen“. (über das damalige Handy- Verbot beim TSV 1860 München)

KSV HESSEN KASSEL kontra SPVGG UNTERHACHING mit Werner Lorant sicher ein Erlebnis…einschließlich „3. Halbzeit“…!

Und – nebenbei bemerkt – apropos SpVgg Unterhaching…es soll ja nicht für alle Vereine in Deutschland gelten…doch es gibt welche, die durchaus positive Erinnerungen an den ehemaligen Leverkusener Spielverderber vor Jahren am letzten Spieltag um die deutsche Meisterschaft haben. Z. Bsp. der KSV Hessen! Zum einen durften die Hamann- Schützlinge am 4. August 2006 auf dem Gelände des damaligen Zweitligisten SpVgg Unterhaching (deren Kicker übrigens neben dran) trainieren, ehe tags darauf zum Auftaktspiel nach dem Aufstieg in die Regionalliga beim FC Bayern München II mit 2:0 gesiegt wurde. Und dann natürlich jene unvergessliche Historie: „Über Unterhaching nach Oben“! Mit einem begeisternden 6:2- Kantersieg, u.a. durch Tore von Dieter Hecking (jetzt Bundesliga- Trainer Hannover 96) und Lothar Sippel, über die Spielvereinigung feierten die Kasseler Löwen Ende der 80iger Jahre den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Da will in dieser Saison der Topfavorit um den Aufstieg, die SpVgg Unterhaching, wieder hin, während beim benachbarten „kleinen FC Bayern“ mit aller Macht die Qualifikation für die neue dritte Liga angestrebt wird. Neben der bekannten Vielzahl an jungen Nachwuchsspielern, hat Trainer Herman Gerland (noch so ein unnachahmliches Fußball- Urgestein aus dem Ruhrgebiet…) mit Abwehrchef Thomas Linke und Torjäger Vitus Nagorny zwei Routiniers in seiner Elf. Hinzu gesellt sich dann, wie zuletzt – da tauchen sie wieder auf – gegen die SpVgg Unterhaching (0:0) auch schon mal ein aktueller Nationalspieler wie Rekonvaleszent Lukas Podolsky. Sowie ebenfalls der zum FC Bayern- Bundesliga- Kader zählende, erfahrene Franzose Valerie Ismael.

Iss mal...Kohlehydrat- Kost vom Restaurant "Auepark"... hieß es zunächst für die KSV- Kicker am Samstagabend nach zweistündiger Rückfahrt im neuen Mannschaftsbus aus Frankfurt. Anschließend drehten einige Spieler auf dem Trainingsgelände an der Damaschkestraße noch Auslauf- Runden und – alle Achtung – Keeper Dennis Lamczyk und sein „Personal- Coach“ alias Torwart- Trainer Michael Gibhardt absolvierten spontan eine Trainings- Einheit. Mit Erfolg! Denn tags darauf beim 2:1- Erfolg der Löwen- Landesligaelf um Trainer Mirko Dickhaut in Dörnberg auf dem Kunstrasenplatz war der 20jährige Ex- Schalker der große Rückhalt, parierte einen Strafstoß und bewies sein Können. Ob er jedoch deswegen gleich ein Kandidat für die Kabinen- Kür zum „Mitarbeiter des Monats“ ist, darf bezweifelt werden. Denn – und damit sei das Geheimnis wie vor Wochen angekündigt gelüftet – hier hängt Zeugwart Uwe Heller fein eingerahmt nur Bilder von Spielern auf, die sich auf andere Art in den „Dienst der Mannschaft“ gestellt haben. Jury- Kriterien sind dabei: wer im Training während eines Monats die meisten Beinschüsse beim obligatorischen „5 gegen 2-Spiel“ erhalten hat oder oft die Trainingsspiele verliert, etc.! Da drängt sich doch der Gedanke nach einem „Trost- Preis“ auf…!

Kaum zu trösten ist derzeit Thorsten Schönewolf. Der KSV- Kapitän ärgert sich sehr, dass er sich nach hartnäckigem Zweikampf mit dem Frankfurter Neuzugang Cenci beim Rasen- Aufprall die Schulter verletzte. Erste Diagnose vom Samstag: Schultereckgelenksprengung. „Schönes“ Frust ist derart, dass ihn diese ca. vier bis sechs Wochen prognostizierte Zwangspause mehr trifft als wenn er noch 18 Lenze wäre. Allerdings darf der 34jährige hoffen, denn wie KSV- Mannschaftsarzt Dr. Marco Spielmann am Montag sagte, werde am Dienstag bei KSV- Partner Medikum noch eine detailierte Nachuntersuchung durchgeführt. Vielleicht dauert die Pause für den verdienstvollen und dienstältesten Löwen, der seit seiner Rückkehr in 2002 kaum, und schon gar nicht wegen Verletzung, in Liga- Spielen fehlte, doch nicht ganz so lang?

Gute Besserung, der Löwen- Identifikations- und Integrationsfigur. Der KSV- Abwehrchef wird mit Sicherheit am Samstag mit großem Löwen- Herzen seinem Team und allen voran dem womöglich beginnenden „niedersächsischen, jungen (20+22 Jahre) Innenverteidigerduo“ Tobias Willers /Dominik Suslik (Zitat Dominik nach seinem Comeback beim Hessenderby: „ich habe ja das erste Mal mit ihm gemeinsam auf dieser Position gespielt, doch es klappte auf Anhieb und wir haben uns zuvor auch privat schnell sehr gut verstanden. Tobias besuchte mich bereits in Göttingen“) die Daumen drücken beim….Heimspiel- Highlight….

KSV HESSEN KASSEL kontra SPVGG UNTERHACHING!

Herbert Pumann

Montag, 20. August 2007

Veröffentlicht: 20.08.2007

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 14.12.2019