Gute Kicker brauchen Flutlicht

AUESTADIONAUSBAU Im Auestadion wird die Gegentribüne im Oktober fertig gestellt - Beleuchtungsfrage noch ungeklärt. Ende Oktober werden die Bauarbeiter das Auestadion verlassen. Dann stehen auf der überdachten Gegentribüne 4412 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. Rechts und links davon gibt es jeweils neue Stehränge für etwa 500 Zuschauer. Aber wie geht es danach beim Auestadion-Ausbau weiter?

Klar ist bisher nur: Die Laufbahnen werden von bisher sechs auf acht Bahnen erweitert, damit in der Leichtathletik-Arena künftig auch deutsche Meisterschaften und internationale Wettbewerbe ausgetragen werden können.

Nicht klar ist weiterhin, ob und wann die beiden Stadionkurven saniert werden können. Die Stehränge sind seit langem in einem beklagenswerten und nicht ungefährlichen Zustand. Mit Flickarbeiten wird immer wieder versucht, vor allem die auch für Leichtathletikveranstaltungen wie das Askina-Sportfest wichtige Südkurve soweit in Schuss zu halten, dass sie benutzbar bleibt. Die Nordkurve ist bereits teilweise gesperrt, auch dort wird ständig geflickt, um zumindest einen Teil der Stehränge weiter benutzen zu können.

Wenn die KSV-Kicker weiterhin so erfolgreich in der Regionalliga Süd spielen, muss auch in Sachen Flutlicht bald etwas geschehen. Vorbereitungen sind schon getroffen. Hinter der neuen Gegentribüne sind bereits Bohrpfähle für zwei Flutlichtmasten gesetzt. Zwei weitere Masten sollen hinter der Haupttribüne aufgestellt werden. Dort ist noch nichts vorbereitet, aber das Gelände ist für die nötigen Gründungsarbeiten problemlos zugänglich.

Die Zeit für eine Entscheidung drängt. Nach Einschätzung von Baufachleuten könnte bei einer Entscheidung in diesem Herbst im nächsten Frühjahr die Flutlichtanlage aufgebaut werden, die dann bis zum Fußball-Saisonbeginn im August 2007 fertig gestellt wäre. Wird erst später entschieden, wird es möglicherweise nichts mit dem Flutlicht in der nächsten Saison. Dann aber könnte der KSV Hessen Kassel in Schwierigkeiten geraten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gibt Aufsteigern in die Regionalliga ein Jahr Zeit, für Flutlicht im Stadion zu sorgen. Ab der Saison 2007 müsste der KSV - sollte der Klassenerhalt gelingen - die Bedingung Flutlicht erfüllen.

Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) hat den Kickern bereits zugesagt: Wird die Klasse gehalten, sorgt die Stadt für Flutlicht im Auestadion. Spätestens vor der Winterpause dürfte sich abzeichnen, ob es für den KSV in der Regionalliga weitergeht. Spätestens dann müsste entschieden werden.


<i>Von Jörg Steinbach
HNA-Lokalredaktion

Freitag, 08. September 2006</i>

Veröffentlicht: 08.09.2006

© KSV Hessen Kassel e.V.
Datum des Ausdrucks: 24.08.2019