Stefan Markolf
Stefan Markolf
Ihm wurde ein ganzer Bericht in der bild-Zeitung gewidmet.
Da er Nordhesse ist, dachte ich es einfach mal reinzustellen.
http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/b ... 25330.html
Da er Nordhesse ist, dachte ich es einfach mal reinzustellen.
http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/b ... 25330.html
-
- Beiträge: 5
- Registriert: 26. Mai 2007, 18:18
- Wohnort: Wiesbaden
- Kontaktdaten:
Tststs, wo (wenn ich mich richtig erinnere) doch einige hier meinten, er sei nicht mal für uns eine Verstärkungkasseläner im exil hat geschrieben: könnte eine echte verstärkung für den fsv sein.


When the going gets weird, the weird turn pro. It never got weird enough for me.
Hunter S. Thompson
VIVA MADIBA! VIVA MANDELA!
Hunter S. Thompson
VIVA MADIBA! VIVA MANDELA!
-
- Beiträge: 4877
- Registriert: 26. Jan 2003, 02:00
- Wohnort: Wabern
Der Markolf war lange Zeit auch in der II. nur ein Mitläufer. So richtig aufgedreht hat der erst in den letzten 2-3 Monaten.Gonzo hat geschrieben: Tststs, wo (wenn ich mich richtig erinnere) doch einige hier meinten, er sei nicht mal für uns eine Verstärkung![]()
Durch die schwere Verletzung von Marco Rose winkt ihm allerdings jetzt sogar ein Stammplatz bei den Profis.
-
- Beiträge: 1511
- Registriert: 24. Okt 2006, 18:33
- Wohnort: Nordhessen
Ich glaube, er fühlte sich auch nicht wirklich angesprochen
Hm, na ja - wie sagt man so schön: "Freut mich für ihn."

Hm, na ja - wie sagt man so schön: "Freut mich für ihn."
"Genial an Kassel ist, die wenigen Möglichkeiten hier einfach nutzen zu müssen.
Du bist zwar nirgends, kannst aber im Handumdrehen überall sein. Das ist wenig Silicon, aber viel Valley..."
Du bist zwar nirgends, kannst aber im Handumdrehen überall sein. Das ist wenig Silicon, aber viel Valley..."
Quelle: http://www.hna.de
Der Mann in den Medien
Der gebürtige Nordhesse Stefan Markolf weckt das Interesse der Zeitungen
Markolf im Blickpunkt: Die Bild-Zeitung berichtete gestern, das Kicker-Sportmagazin am Montag.
Kassel/Mainz. Noch hat er kein Spiel in der zweiten Fußball-Bundesliga absolviert, doch schon jetzt steht er im Blickpunkt: "Klopps Neuer ist taub" schrieb die Bild-Zeitung gestern in großen Buchstaben: "Er spielt mit Hörgerät." Tags zuvor hatte schon das Kicker-Sportmagazin eine große Geschichte über den 23-Jährigen veröffentlicht. Überschrift: "Wenn der Trainer vergeblich schreit." Was Markolf schon vor Beginn der Saison für die Medien interessant macht: Er ist der erste Profi, der nahezu gehörlos ist. Der gebürtige Witzenhäuser - einst beim KSV Baunatal aktiv - ist seit seiner Geburt zu 90 Prozent taub.
"Für mich ist die Behinderung nichts Neues", sagt er und ist fast ein bisschen überrascht, dass die Zeitungen das Ganze thematisieren. Er will lieber sportlich auf sich aufmerksam machen, sagt aber auch: "Vielleicht kann ich eine Vorbildfunktion wahrnehmen für andere Hörbehinderte, insbesondere für Kinder. Ich kann ihnen zeigen, dass man damit alles erreichen kann, wenn man an sich glaubt und selbstbewusst auftritt." Insofern dienen die Medien als Mittler.
Dass die Texte über ihn gelesen werden, zeigen die Reaktionen, die ihn erreichen. Als er gestern nach dem Training am Vormittag sein Handy einschaltete, verzeichnete sein Mobiltelefon gleich mehrere SMS von Freunden, die ihn in der Boulevardpresse entdeckt hatten. "Das war lustig", sagt er.
Markolf hat beste Chancen, weiter ins Blickfeld zu rücken. Trainer Jürgen Klopp ist überaus angetan von dem Nordhessen. Nach drei Jahren in der zweiten Mannschaft berief ihn der bekannte Coach nun ins erste Mainzer Team. Die Chancen auf einen Platz in der Stammelf sind auf einmal gestiegen, nachdem sich Teamkollege Marco Rose den Knöchel gebrochen hat. Denn Markolf spielt auf genau der Position, auf der auch Rose normalerweise aktiv ist: auf der linken Abwehseite nämlich.
Markolf erkennt die neue Situation, vergisst aber nicht, Marco Rose erst einmal alles Gute zu wünschen und darauf zu verweisen, dass er trotzdem gute Leistungen im Training bringen müsse, um Spielanteile zu bekommen.
Es gibt genügend, die ihm den Aufstieg zum Zweitligaspieler gönnen würden. Der ehemalige Schwalmstädter Tobias Damm etwa, sein heutiger Teamkollege: "Stefan ist ein Super-Typ", sagt er. Oder Ursula Harms, die Präsidentin des KSV Baunatal, die behauptet: "Stefan ist ein unheimlich netter Junge." Oder natürlich seine Eltern, die noch immer in Witzenhausen wohnen. Mutter Uschi sagt: "Er hat sich immer schwer durchkämpfen müssen." Das hat schon bei der Einschulung in die Regelschule begonnen, wo Markolf wegen seiner Behinderung Zusatzprüfungen absolvieren musste.
Er sieht die Situationen.
Jan-Moritz Lichte, EINST Markolfs Teamkollege
Er hat sich durchgebissen, auch auf dem Fußballplatz - auch wenn er trotz Hörgerätes längst nicht alles versteht, was die Teamkollegen und der Trainer sagen. "Er macht viel mit dem Auge, und er kann von den Lippen ablesen", sagt Tobias Damm.
Jan-Moritz Lichte, einst Markolfs Mannschaftskamerad und dessen Kapitän beim KSV Baunatal, spricht von einem großen Spielverständnis des 23-Jährigen: "Er sieht die Situationen." Auch deshalb steht er nun im Profikader von Mainz 05.
10.07.2007
Der Mann in den Medien
Der gebürtige Nordhesse Stefan Markolf weckt das Interesse der Zeitungen
Markolf im Blickpunkt: Die Bild-Zeitung berichtete gestern, das Kicker-Sportmagazin am Montag.
Kassel/Mainz. Noch hat er kein Spiel in der zweiten Fußball-Bundesliga absolviert, doch schon jetzt steht er im Blickpunkt: "Klopps Neuer ist taub" schrieb die Bild-Zeitung gestern in großen Buchstaben: "Er spielt mit Hörgerät." Tags zuvor hatte schon das Kicker-Sportmagazin eine große Geschichte über den 23-Jährigen veröffentlicht. Überschrift: "Wenn der Trainer vergeblich schreit." Was Markolf schon vor Beginn der Saison für die Medien interessant macht: Er ist der erste Profi, der nahezu gehörlos ist. Der gebürtige Witzenhäuser - einst beim KSV Baunatal aktiv - ist seit seiner Geburt zu 90 Prozent taub.
"Für mich ist die Behinderung nichts Neues", sagt er und ist fast ein bisschen überrascht, dass die Zeitungen das Ganze thematisieren. Er will lieber sportlich auf sich aufmerksam machen, sagt aber auch: "Vielleicht kann ich eine Vorbildfunktion wahrnehmen für andere Hörbehinderte, insbesondere für Kinder. Ich kann ihnen zeigen, dass man damit alles erreichen kann, wenn man an sich glaubt und selbstbewusst auftritt." Insofern dienen die Medien als Mittler.
Dass die Texte über ihn gelesen werden, zeigen die Reaktionen, die ihn erreichen. Als er gestern nach dem Training am Vormittag sein Handy einschaltete, verzeichnete sein Mobiltelefon gleich mehrere SMS von Freunden, die ihn in der Boulevardpresse entdeckt hatten. "Das war lustig", sagt er.
Markolf hat beste Chancen, weiter ins Blickfeld zu rücken. Trainer Jürgen Klopp ist überaus angetan von dem Nordhessen. Nach drei Jahren in der zweiten Mannschaft berief ihn der bekannte Coach nun ins erste Mainzer Team. Die Chancen auf einen Platz in der Stammelf sind auf einmal gestiegen, nachdem sich Teamkollege Marco Rose den Knöchel gebrochen hat. Denn Markolf spielt auf genau der Position, auf der auch Rose normalerweise aktiv ist: auf der linken Abwehseite nämlich.
Markolf erkennt die neue Situation, vergisst aber nicht, Marco Rose erst einmal alles Gute zu wünschen und darauf zu verweisen, dass er trotzdem gute Leistungen im Training bringen müsse, um Spielanteile zu bekommen.
Es gibt genügend, die ihm den Aufstieg zum Zweitligaspieler gönnen würden. Der ehemalige Schwalmstädter Tobias Damm etwa, sein heutiger Teamkollege: "Stefan ist ein Super-Typ", sagt er. Oder Ursula Harms, die Präsidentin des KSV Baunatal, die behauptet: "Stefan ist ein unheimlich netter Junge." Oder natürlich seine Eltern, die noch immer in Witzenhausen wohnen. Mutter Uschi sagt: "Er hat sich immer schwer durchkämpfen müssen." Das hat schon bei der Einschulung in die Regelschule begonnen, wo Markolf wegen seiner Behinderung Zusatzprüfungen absolvieren musste.
Er sieht die Situationen.
Jan-Moritz Lichte, EINST Markolfs Teamkollege
Er hat sich durchgebissen, auch auf dem Fußballplatz - auch wenn er trotz Hörgerätes längst nicht alles versteht, was die Teamkollegen und der Trainer sagen. "Er macht viel mit dem Auge, und er kann von den Lippen ablesen", sagt Tobias Damm.
Jan-Moritz Lichte, einst Markolfs Mannschaftskamerad und dessen Kapitän beim KSV Baunatal, spricht von einem großen Spielverständnis des 23-Jährigen: "Er sieht die Situationen." Auch deshalb steht er nun im Profikader von Mainz 05.
10.07.2007