6. Spieltag LL Nord
Verfasst: 9. Sep 2005, 09:26
Landesliga Nord: SG Korbach - KSV Hessen Kassel II
Gegen "Junglöwen" Sieg eingeplant
KORBACH (py). Kaum hat sich das Lazarett etwas geleert, da gab es neue schlechte Nachrichten. Hüseyin Kukuoglu liegt mit einer Gürtelrose im Krankenhaus und David Twardzik lief sich in neuen Schuhen eine kräftige Blase. Dennoch fordert Ulli Schwalenstöcker, der am Mittwoch den KSV Hessen Kassel II in Lohfelden beobachtete, einen Sieg. "Wir spielen zu Hause, also muss ein Erfolg her", sagte der Trainer vor der sonntäglichen Landesliga-Partie gegen die Oberliga-Reserve.
Sorgen macht sich der Coach über das Defensivverhalten seiner Truppe. Zwölf Gegentore in fünf Spielen bedeuten die zweitschlechteste Hintermannschaft der Liga. Nur der Gast nach noch zwei Tore mehr "gefressen".
"Da müssen wir mächtig dran arbeiten. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Meine Spieler kennen nur den Weg nach vorne." In Schutz nahm "Schwalle" bei aller Kritik seine Abwehrspieler. "Was sollen die armen vier Würstchen den dahinten machen, wenn das Mittelfeld nicht mitarbeitet. Gutes Abwehrverhalten fängt bereits vorne an", schimpft er. "Dabei haben wir im Mittelfeld drei Sportstudenten, die müssten eigentlich schon von Berufswegen wissen, wie man das richtig macht."
Gegen die Reserve des Oberligisten hoffen nun alle, dass Tim Stephan nach seinem Kurzeinsatz in Bad Soden nun seine Scheu vor der Maske, die ihm nach seinem zweiten Nasenbeinbruch angepasst wurde, verliert und von Beginn an aufläuft. Allein sein Mitwirken würde seinen Mitspielern Sicherheit geben. Wie sagte Schwalenstöcker: "Fußballspielen ist doch einen Kopfsache."
Nach vier Aufstiegen in Folge von der B-Liga bis in die Landesliga werden beim KSV Hessen II kleinere Brötchen gebacken. "Unser Ziel sind 40 Punkte und der Klassenerhalt", hatte Trainer Stefan Hildebrandt schon vor der Runde gesagt. Es geht darum, sich in der Liga zu etablieren, um in Zukunft einen ordentlichen Unterbau und eine Talentschmiede für die "Erste" zu werden. Derzeit stehen Hildebrandt 24 Spieler zur Verfügung. Hauptsächlich sind es junge und talentierte Leute, die sich für die Oberliga empfehlen wollen. Mit dem erfahrenen Heiko Schink und dem bei den "Löwen"-Fans bekannten Heimkehrer Stipe Jevtic sind sogar zwei Hochkaräter dazu gekommen.
Der Start verlief denn auch nicht nach dem Geschmack des Trainers. "Meine jungen Spieler müssen noch lernen, dass es in der Landesliga doch ganz anders zur Sache geht als in der Bezirksoberliga. Es wird viel athletischer gespielt." Besonders schmerzhaft wat für Hildebrandt das 5:5 zu Hause gegen Dörnberg, als seine Schützlinge bereits 5:0 führten. "Über dieses Spiel reden wir am besten nicht mehr", verweigerte der Coach jeglichen Kommentar. Dafür sprach er mehr über das 1:0 seiner Jungs am vergangenen Sonntag gegen Lehnerz. "Dieser Sieg - auch wenn er etwas glücklich war - hat meinen jungen Spielern Auftrieb gegeben. Er hat gezeigt, dass wir in der Landesliga angekommen sind."
Vor den Korbachern hat Hildebrandt allergrößten Respekt. "Ich beobachte die Landesliga schon seit langem. Korbach gehört ohne Zweifel zu den spielstärksten Mannschaft. Ich verstehe gar nicht, warum die keiner auf der Rechnung hatte. Vielleicht deshalb, weil bisher das I-Tüpfelchen fehlte." Sorgen macht er sich um die Offensivabteilung der Platzherren. "Solche Spieler wie Christoph Osterhold und Markus Kisjuhas kann man nicht 90 Minuten lang ausschalten. Das wird unser Problem sein."
sportredaktion@wlz-fz.de
Gegen "Junglöwen" Sieg eingeplant
KORBACH (py). Kaum hat sich das Lazarett etwas geleert, da gab es neue schlechte Nachrichten. Hüseyin Kukuoglu liegt mit einer Gürtelrose im Krankenhaus und David Twardzik lief sich in neuen Schuhen eine kräftige Blase. Dennoch fordert Ulli Schwalenstöcker, der am Mittwoch den KSV Hessen Kassel II in Lohfelden beobachtete, einen Sieg. "Wir spielen zu Hause, also muss ein Erfolg her", sagte der Trainer vor der sonntäglichen Landesliga-Partie gegen die Oberliga-Reserve.
Sorgen macht sich der Coach über das Defensivverhalten seiner Truppe. Zwölf Gegentore in fünf Spielen bedeuten die zweitschlechteste Hintermannschaft der Liga. Nur der Gast nach noch zwei Tore mehr "gefressen".
"Da müssen wir mächtig dran arbeiten. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Meine Spieler kennen nur den Weg nach vorne." In Schutz nahm "Schwalle" bei aller Kritik seine Abwehrspieler. "Was sollen die armen vier Würstchen den dahinten machen, wenn das Mittelfeld nicht mitarbeitet. Gutes Abwehrverhalten fängt bereits vorne an", schimpft er. "Dabei haben wir im Mittelfeld drei Sportstudenten, die müssten eigentlich schon von Berufswegen wissen, wie man das richtig macht."
Gegen die Reserve des Oberligisten hoffen nun alle, dass Tim Stephan nach seinem Kurzeinsatz in Bad Soden nun seine Scheu vor der Maske, die ihm nach seinem zweiten Nasenbeinbruch angepasst wurde, verliert und von Beginn an aufläuft. Allein sein Mitwirken würde seinen Mitspielern Sicherheit geben. Wie sagte Schwalenstöcker: "Fußballspielen ist doch einen Kopfsache."
Nach vier Aufstiegen in Folge von der B-Liga bis in die Landesliga werden beim KSV Hessen II kleinere Brötchen gebacken. "Unser Ziel sind 40 Punkte und der Klassenerhalt", hatte Trainer Stefan Hildebrandt schon vor der Runde gesagt. Es geht darum, sich in der Liga zu etablieren, um in Zukunft einen ordentlichen Unterbau und eine Talentschmiede für die "Erste" zu werden. Derzeit stehen Hildebrandt 24 Spieler zur Verfügung. Hauptsächlich sind es junge und talentierte Leute, die sich für die Oberliga empfehlen wollen. Mit dem erfahrenen Heiko Schink und dem bei den "Löwen"-Fans bekannten Heimkehrer Stipe Jevtic sind sogar zwei Hochkaräter dazu gekommen.
Der Start verlief denn auch nicht nach dem Geschmack des Trainers. "Meine jungen Spieler müssen noch lernen, dass es in der Landesliga doch ganz anders zur Sache geht als in der Bezirksoberliga. Es wird viel athletischer gespielt." Besonders schmerzhaft wat für Hildebrandt das 5:5 zu Hause gegen Dörnberg, als seine Schützlinge bereits 5:0 führten. "Über dieses Spiel reden wir am besten nicht mehr", verweigerte der Coach jeglichen Kommentar. Dafür sprach er mehr über das 1:0 seiner Jungs am vergangenen Sonntag gegen Lehnerz. "Dieser Sieg - auch wenn er etwas glücklich war - hat meinen jungen Spielern Auftrieb gegeben. Er hat gezeigt, dass wir in der Landesliga angekommen sind."
Vor den Korbachern hat Hildebrandt allergrößten Respekt. "Ich beobachte die Landesliga schon seit langem. Korbach gehört ohne Zweifel zu den spielstärksten Mannschaft. Ich verstehe gar nicht, warum die keiner auf der Rechnung hatte. Vielleicht deshalb, weil bisher das I-Tüpfelchen fehlte." Sorgen macht er sich um die Offensivabteilung der Platzherren. "Solche Spieler wie Christoph Osterhold und Markus Kisjuhas kann man nicht 90 Minuten lang ausschalten. Das wird unser Problem sein."
sportredaktion@wlz-fz.de