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Rudi Istenic und Braunschweig

Verfasst: 30. Jun 2003, 20:35
von Gonzo
Hier ein paar Artikel zu Istenic aus der Braunschweiger Zeitung. Er hatte ja gesagt, daß man ihn nicht besonders gut behandelt hatte.

Breitseite von Loos gegen Rudi Istenic
Nächtlicher Tanz in den Mai hat noch Konsequenzen

BRAUNSCHWEIG. Während Eintrachts Profis gestern einen freien Tag genossen, Sambo Choji und Jacob Thomas wegen ihrer Verletzungen in der Reha schwitzten, bereitete sich Manager Wolfgang Loos auf die abendliche Präsidiumssitzung vor. Und war dabei sehr ärgerlich.

Die Meldung über den Arbeitsgerichtsprozess, den Rudi Istenic wegen ausgebliebener Gehaltszahlungen angestrengt hatte, brachte Loos noch immer auf die Palme. "Wenn ein Spieler ein Problem hat, dann erwarte ich, dass er mit mir darüber spricht. Alles wäre ganz schnell aus der Welt gewesen, weil hier zwar ein Fehler vorlag, für den ich die Verantwortung trage, der aber rasch zu beheben gewesen wäre." In einem Gespräch mit Istenic-Berater Bernd Cullmann hatte Loos das Thema bereits angeschnitten und bei Cullmann Verständnis gefunden. "Der war völlig baff, als dann plötzlich die Klage auf seinen Tisch flatterte. Mittlerweile ist das März-Gehalt aber überwiesen", so Loos weiter.

Einmal in Fahrt gab es für Istenic noch eine Breitseite. "Im Winter waren auch andere Spieler ausgemustert worden, die sich dann so aufgedrängt haben, dass sie heute Stammspieler sind. Das verstehe ich unter Professionalismus." Die in einem City-Lokal durchtanzte Nacht in den 1. Mai werde für Istenic noch Konsequenzen haben. "Für einen Profi, der bei uns einen Vertrag hat, ist das ein inakzeptables Verhalten." Kla



Istenic wehrt sich: "Cullmann hat mir zur Klage geraten"
Eintracht-Profi widerspricht der Darstellung von Manager Loos – Gefeiert, "aber ohne Alkohol"

BRAUNSCHWEIG. Keine Frage, gute Freunde werden Eintracht Braunschweig und Spieler Rudi Istenic nicht mehr, Istenic und Manager Wolfgang Loos schon gar nicht. Um die vom Spieler angestrengte Klage zum Erhalt seines März-Gehaltes (wir berichteten), viel mehr aber noch um die Erwiderung des Vereins durch Manager Wolfgang Loos ist jetzt ein ernster Streit entbrannt.

Loos hatte im Gespräch mit unserer Zeitung behauptet, Bernd Cullmann, der Berater von Rudi Istenic, habe um die Zahlungsverspätung gewusst, und die für nicht dramatisch gehalten. Er sei aus allen Wolken gefallen, als Istenic den Klageweg beschritten habe.

"Das ist schlicht die Unwahrheit", sagt nun Istenic selber: "Bernd Cullmann hat mir in einem Gespräch am 24. April geraten, einen Anwalt einzuschalten und das ausstehende Geld auf dem Klageweg beizutreiben." Diese Aussage unterstützt auch Dr. Frank Rybak, Justitiar der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV), der zudem moniert, dass er persönlich mehrfach versucht habe, einen Gesprächstermin mit Wolfgang Loos zu bekommen: "Vier Anläufe habe ich genommen, viermal geschah nichts. Alle Versuche blieben erfolglos, mein Mandant musste klagen." Am 6. Mai war das Geld auf Istenic‘ Konto.

Was die Nacht zum 1. Mai angeht, räumt Istenic ein, tatsächlich bis in die Morgenstunden gefeiert zu haben. "Aber ohne Alkohol, ich bin sogar noch gefahren." Vorwürfe an seine Adresse hält er für fadenscheinig: "Ich bin suspendiert, darf weder in der 1. noch in der 2. Mannschaft spielen. Am nächsten Tag hatte ich trainingsfrei und kein Spiel. Ich war auch nicht betrunken. Wo also ist das Problem?"

Eintracht-Manager Wolfgang Loos bleibt bei seiner Darstellung des Geschehens. Kla



Kann sich jeder seinen eigenen Reim drauf machen. Aber BS ist nicht gerade dafür bekannt, besonders solide zu wirtschaften... :) Es ist ja auch bekannt, daß gerne ein Grund gesucht wird, einen Spieler loszuwerden. Hier ist das ganz offensichtlich, da sich die Eintracht laut Aller Zeitung bereits Anfang Februar um eine Vertragsauflösung bemüht hatte. (wen's interessiert: http://www.eintracht.com/news/presse.php?nid=1&pid=4909)

Und hier noch etwas aus dem heutigen Tagesspiegel:

Kicken und grübeln
Arbeitslose Fußballer halten sich in einem Trainingslager fit und bekommen KarrieretippsVon Jürgen Bröker

Duisburg. Kicken. Wieder gegen den Ball treten, ihn jonglieren und in die Maschen eines Tornetzes dreschen. Grätschen. Endlich wieder Sechs-gegen-zwei, einen Beinschuss ansetzen und den Getunnelten hämisch aufziehen. Nicht ständig aufs Handy starren und auf den Anruf des Beraters warten. Sich ablenken und fit halten. Das ist es, was die Spieler im Trainingslager für vereinslose Fußballer in Duisburg suchen und finden. Die Atmosphäre ist betont locker. Trainer Wolfgang Rolff, ehemaliger Profi beim HSV und Leverkusen, lässt sich duzen. Druck gibt es nicht. Es geht nicht um Stammplätze. Es ist nicht das erwartete Lager der Verzweifelten. Eher eine besondere Art des Jobtrainings.

Für Rudi Istenic ist das keine Überraschung. Der ehemalige Profi hat wie die anderen hier noch keinen Vertrag für die kommende Saison. „Man versucht, dieses Thema nicht anzuschneiden", sagt er. Stattdessen konzentriert man sich auf den Ball. „Laufen können die Jungs auch den Rest der Woche", sagt Trainer Wolfgang Rolff. Und sich Gedanken über die eigene Situation machen. Seit Istenic aus dem Profikader von Eintracht Braunschweig ausgemustert wurde, hat er sogar mehr Zeit, als ihm lieb ist. Statt zweimal täglich mit den Berufskickern auf dem Platz zu stehen, lief er dreimal wöchentlich mit der zweiten oder gar dritten Mannschaft der Eintracht dem Ball hinterher.

Bis zum 30. Juni bekommt er sein Gehalt von Eintracht Braunschweig. Danach wird ihn wohl das Arbeitsamt finanzieren, wie auch rund 260 andere Fußballer in Deutschland. Istenic wird rund 2000 Euro Arbeitslosengeld im Monat bekommen, den Höchstsatz. Er hat sich schon beim Arbeitsamt vorgestellt und Fragebogen ausgefüllt. Auf eine Vermittlung übers Arbeitsamt kann er allerdings nicht setzen. Für Profis gelten besondere Regeln. Spielervermittler und Manager versuchen, bei der Vereinssuche mitzuverdienen. Die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg werden bei der Vermittlung kaum eine Rolle spielen. Auch wenn Istenic einen anderen Fall kennt. Ein ehemaliger Kollege hat über das Arbeitsamt eine Stelle als Torwarttrainer gefunden. Darüber kann er sogar schmunzeln.

Sonst fällt es Rudi Istenic nicht leicht, über seine Situation zu reden. Die meiste Zeit rutscht er auf seinem Stuhl hin und her. Ab und zu wandert eine Hand verlegen in den Nacken. Zum Arbeitsamt gehen – er, der Profi, der sich noch topfit fühlt. „Das ist kein gutes Gefühl", sagt er. „Wenn man bedenkt, wo man schon überall gespielt, woran man schon teilgenommen hat.“ In seinem Heimatland Slowenien stand er 2000 im EM-Kader – Istenic hat einmal so etwas wie eine Karriere gehabt. Jetzt steht er vor dem Nichts.

Das geht vielen Fußballern in Deutschland so, egal, ob Oberligakicker oder Erstligaprofi. Die Vereine verkleinern mangels Geld ihre Kader. Zugleich können sie sich bei der Verpflichtung neuer Spieler Zeit lassen. Schließlich sind genügend Fußballer auf dem Markt. Daher hängen viele Kicker noch in der Luft. Für sie hat die Spielergewerkschaft, die Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV), das Trainingslager nach französischem und englischem Vorbild organisiert. Nicht nur um die Kicker fit zu halten. Auch um ihnen eine Anlaufstelle für Fragen zu bieten. „Wir beraten die Spieler zu Themen abseits vom Fußball", sagt VdV-Geschäftsführer Jörg Albracht. Alternativen zur Fortsetzung der Karriere werden besprochen. Soll der Spieler eine Ausbildung zum Sport- oder Fußballkaufmann starten? Ist eine eigene Existenz – etwa mit einer Fußballschule – denkbar, oder ein Studium ratsam?

Noch ist die Zahl der Teilnehmer an den Übungseinheiten übersichtlich, bisweilen sind es nicht mehr als zehn Aktive. Doch Istenic hofft, dass kurz vor Transferschluss Ende August nicht nur Spieler, sondern auch Manager den Weg nach Duisburg finden und sehen, dass er noch „fit genug für die Regionalliga, vielleicht auch die Zweite Liga“ ist. So lange dreht er im Wald seine Runden. Im Laufrhythmus hämmert vor allem eine Frage unter der Schädeldecke: Wie geht es weiter? Kein Verein, kein geregeltes Training, keine Perspektive. Hinzu kam bei Istenic der Streit um verspätet gezahlte Gehälter und das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. All das hat die Beziehung zu seiner Lebensgefährtin nicht ausgehalten. Außerdem sind da die laufenden Kosten. „Für uns ist das genauso hart, wenn wir den Job verlieren. Wir haben auch Kosten, die wir decken müssen.“ Bei Istenic ist das der Unterhalt für seine Ex-Frau und die beiden Kinder. Hinzu kommen Miete, Auto, Versicherungen.

Istenic hat einen richtigen Beruf erlernt. So wie rund 40 Prozent der Fußballer. Das ergab eine Umfrage der VdV im Februar 2003. Istenic war Chemikant bei Bayer, hat ein Jahr lang die Meisterschule besucht. Dann kam Aleksandar Ristic und machte ihn zum Fußballprofi. Einen Weg zurück in den alten Beruf gibt es nicht. Im April hat Istenic eine Weiterbildung im Bereich Sportmanagement angefangen. Sie dauert anderthalb Jahre. Damit wollte er sich auf die Zeit nach der aktiven Laufbahn vorbereiten. „Da bin ich aber davon ausgegangen, dass ich in meinem Alter noch drei oder vier Jahre aktiv sein kann“, sagt er. Rudi Istenic ist 32 Jahre alt.


Naja, wäre ja im Prinzip vielleicht doch nochmal der richtige Zeitpunkt, in Kassel aufzublühen ;-)

Verfasst: 30. Jun 2003, 20:51
von KSV-Jens
Find ich gut, daß KingKong recherchierte Berichte hier reinstellt. Da kann sich dann jeder selbst ein Bild von Istenic und seiner Situation machen. Gerade das mit Loos kontra Istenic hat mir gefallen, weil man merkt, wie jeder sich ins rechte Licht zu rücken versucht. Kleinster gemeinsamer Nenner ist übrigens nur, daß Braunschweig tatsächlich mit Gehaltszahlungen im Rückstand war, also ein Pluspunkt für Istenic.

Davon mal ab glaube ich schon, daß Istenic in der Oberliga eine Verstärkung wäre. Er könnte sogar bei einem eventuellen Aufstieg in die Regionalliga mitgehen.

Andererseits sollte man die Leistung gegen Gladbach sicher nicht überbewerten. Es war klar, daß Istenic sich reinhängt. Entscheidend ist aber, was kann er auf Dauer leisten?

Trotzdem bin ich insgesamt eher pro Istenic. Er ist kein Schlechter und kann sicher zwei Jahre für den KSV spielen. Länger kann man sowieso nicht planen.

RWG
KSV-Jens

Verfasst: 30. Jun 2003, 22:54
von Axel Feder
Die Frage ist, ob er Oberliga spielen würde. Laut dem letzten Zeitungsartikel glaubt er ja, u.U. auch in der 2. Liga spielen zu können. Die Oberliga hat er darin ja völlig außer Acht gelassen. Andererseits hieß es heute in der Sendung "Sportler im Gespräch", dass Istenic selbst wohl Gefallen am KSV gefunden hat.

RWG Axel

Verfasst: 30. Jun 2003, 23:34
von KSV-Jens
Ja Axel, das ist in der Tat die Frage: Spielt so einer wie Istenic Oberliga oder nicht.


Heute schrieb ein Wilhelmshavener zu dem Thema:
Im Kicker sind heute 213 Spieler namentlich aufgelistet, die ab morgen arbeitslos sind.
Sie kommen alle aus den ersten 3 Ligen.

Na, vielleicht ist da ja einer für den SVW dabei?
Tauschen wir das Wörtchen SVW gegen KSV, dann wird es interessant. Bei einem wie Istenic denke ich, er kann schon froh sein, in der Regio oder Oberliga unterzukommen.

RWG
KSV-Jens

Verfasst: 1. Jul 2003, 06:50
von Neutralo
@ KSV Jens

...das denke ich auch! er kann froh sein wenn er einen vertrag beim ksv erhält und wäre für mind. 2 jahre sicher kein schlechter für die ober- bzw. regionalliga. aber eine schwalbe macht noch keinen sommer, daher bin ich zwar pro aber wünsche mir das dieses pro etwas gefestigter wird, und das geht nur bei einer verpflichtung über leistung und nicht mit namen 8)

Verfasst: 1. Jul 2003, 08:29
von Dirk Steinbach
Im Berliner Tagesspiegel ist am Montag ein sehr interessanter Artikel über die Situation von Rudi Istenic erschienen. Schaut mal besonders auf die letzten zwei Absätze über Rudis private Situation und seine berufliche Weiterbildung.


Kicken und grübeln
Arbeitslose Fußballer halten sich in einem Trainingslager fit und bekommen Karrieretipps

Duisburg. Kicken. Wieder gegen den Ball treten, ihn jonglieren und in die Maschen eines Tornetzes dreschen. Grätschen. Endlich wieder Sechs-gegen-zwei, einen Beinschuss ansetzen und den Getunnelten hämisch aufziehen. Nicht ständig aufs Handy starren und auf den Anruf des Beraters warten. Sich ablenken und fit halten. Das ist es, was die Spieler im Trainingslager für vereinslose Fußballer in Duisburg suchen und finden. Die Atmosphäre ist betont locker. Trainer Wolfgang Rolff, ehemaliger Profi beim HSV und Leverkusen, lässt sich duzen. Druck gibt es nicht. Es geht nicht um Stammplätze. Es ist nicht das erwartete Lager der Verzweifelten. Eher eine besondere Art des Jobtrainings.

Für Rudi Istenic ist das keine Überraschung. Der ehemalige Profi hat wie die anderen hier noch keinen Vertrag für die kommende Saison. "Man versucht, dieses Thema nicht anzuschneiden", sagt er. Stattdessen konzentriert man sich auf den Ball. "Laufen können die Jungs auch den Rest der Woche", sagt Trainer Wolfgang Rolff. Und sich Gedanken über die eigene Situation machen. Seit Istenic aus dem Profikader von Eintracht Braunschweig ausgemustert wurde, hat er sogar mehr Zeit, als ihm lieb ist. Statt zweimal täglich mit den Berufskickern auf dem Platz zu stehen, lief er dreimal wöchentlich mit der zweiten oder gar dritten Mannschaft der Eintracht dem Ball hinterher.

Bis zum 30. Juni bekommt er sein Gehalt von Eintracht Braunschweig. Danach wird ihn wohl das Arbeitsamt finanzieren, wie auch rund 260 andere Fußballer in Deutschland. Istenic wird rund 2000 Euro Arbeitslosengeld im Monat bekommen, den Höchstsatz. Er hat sich schon beim Arbeitsamt vorgestellt und Fragebogen ausgefüllt. Auf eine Vermittlung übers Arbeitsamt kann er allerdings nicht setzen. Für Profis gelten besondere Regeln. Spielervermittler und Manager versuchen, bei der Vereinssuche mitzuverdienen. Die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg werden bei der Vermittlung kaum eine Rolle spielen. Auch wenn Istenic einen anderen Fall kennt. Ein ehemaliger Kollege hat über das Arbeitsamt eine Stelle als Torwarttrainer gefunden. Darüber kann er sogar schmunzeln.

Sonst fällt es Rudi Istenic nicht leicht, über seine Situation zu reden. Die meiste Zeit rutscht er auf seinem Stuhl hin und her. Ab und zu wandert eine Hand verlegen in den Nacken. Zum Arbeitsamt gehen - er, der Profi, der sich noch topfit fühlt. "Das ist kein gutes Gefühl", sagt er. "Wenn man bedenkt, wo man schon überall gespielt, woran man schon teilgenommen hat" In seinem Heimatland Slowenien stand er 2000 im EM-Kader. Istenic hat einmal so etwas wie eine Karriere gehabt. Jetzt steht er vor dem Nichts.

Das geht vielen Fußballern in Deutschland so, egal, ob Oberligakicker oder Erstligaprofi. Die Vereine verkleinern mangels Geld ihre Kader. Zugleich können sie sich bei der Verpflichtung neuer Spieler Zeit lassen. Schließlich sind genügend Fußballer auf dem Markt. Daher hängen viele Kicker noch in der Luft. Für sie hat die Spielergewerkschaft, die Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV), das Trainingslager nach französischem und englischem Vorbild organisiert. Nicht nur um die Kicker fit zu halten. Auch um ihnen eine Anlaufstelle für Fragen zu bieten. "Wir beraten die Spieler zu Themen abseits vom Fußball", sagt VdV-Geschäftsführer Jörg Albracht. Alternativen zur Fortsetzung der Karriere werden besprochen. Soll der Spieler eine Ausbildung zum Sport- oder Fußballkaufmann starten? Ist eine eigene Existenz etwa mit einer Fußballschule denkbar, oder ein Studium ratsam?

Noch ist die Zahl der Teilnehmer an den Übungseinheiten übersichtlich, bisweilen sind es nicht mehr als zehn Aktive. Doch Istenic hofft, dass kurz vor Transferschluss Ende August nicht nur Spieler, sondern auch Manager den Weg nach Duisburg finden und sehen, dass er noch "fit genug für die Regionalliga, vielleicht auch die Zweite Liga" ist. So lange dreht er im Wald seine Runden. Im Laufrhythmus hämmert vor allem eine Frage unter der Schädeldecke: Wie geht es weiter? Kein Verein, kein geregeltes Training, keine Perspektive. Hinzu kam bei Istenic der Streit um verspätet gezahlte Gehälter und das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. All das hat die Beziehung zu seiner Lebensgefährtin nicht ausgehalten. Außerdem sind da die laufenden Kosten. "Für uns ist das genauso hart, wenn wir den Job verlieren. Wir haben auch Kosten, die wir decken müssen" Bei Istenic ist das der Unterhalt für seine Ex-Frau und die beiden Kinder. Hinzu kommen Miete, Auto, Versicherungen.

Istenic hat einen richtigen Beruf erlernt. So wie rund 40 Prozent der Fußballer. Das ergab eine Umfrage der VdV im Februar 2003. Istenic war Chemikant bei Bayer, hat ein Jahr lang die Meisterschule besucht. Dann kam Aleksandar Ristic und machte ihn zum Fußballprofi. Einen Weg zurück in den alten Beruf gibt es nicht. Im April hat Istenic eine Weiterbildung im Bereich Sportmanagement angefangen. Sie dauert anderthalb Jahre. Damit wollte er sich auf die Zeit nach der aktiven Laufbahn vorbereiten. "Da bin ich aber davon ausgegangen, dass ich in meinem Alter noch drei oder vier Jahre aktiv sein kann", sagt er. Rudi Istenic ist 32 Jahre alt.

Verfasst: 1. Jul 2003, 09:08
von Krugster
Möchte nicht noch jemand den Artikel reinstellen? :-?

Mir hat er ganz gut gefallen gegen Gladbach. Wir sollten uns auch vor Augen halten, dass wir mit der bisherigen Mannschaft keine große Chance haben werden. Die Neuzugänge können die Abgänge nicht kompensieren. Ich traue dem Braunschweiger schon die Spielmacherrolle zu, so wie er sich präsentiert hat.

Verfasst: 1. Jul 2003, 09:19
von Hartmut
Ich traue der Mannschaft einiges zu und die bisherigen Verpflichtungen finde ich gelungen. Keim, Tews und Rudolph sind echte Verstärkungen. Wenn Chala und Istenic verpflichtet werden, dann wird es eine sehr erfolgreiche Saison. :P
Und: Wir können uns auf unser Flügelspiel freuen! :lol: :o :lol:

RWG
Hartmut


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St. Pauli? Kann ich nitt mehr hören! :evil: