Verfasst: 23. Jan 2003, 09:49
KSV wollte „ein Zeichen setzen“
Kassel (dpa/lhe)
„Fünfter Aufstieg in Folge“ hat sich der wieder auferstandene Traditionsclub KSV Hessen Kassel auf die Fahnen geschrieben. Mit nur einem Punkt Rückstand auf „Wintermeister“ FC Eschborn blasen die Nordhessen zur Verfolgungsjagd in der Fußball-Oberliga Hessen.
„Wir sind zwar nicht zum Aufstieg verdammt, doch wir wollen uns in der Tabelle verbessern“, sagt Trainer Oliver Roggensack. „Wir wollen uns später nicht nachsagen lassen, dass wir gar nicht aufsteigen wollten“, ergänzte der Vorsitzende Jens Rose und zog mit dem ehemaligen Bundesligaprofi André Breitenreiter einen „Hochkaräter“ an Land.
Der Gleisbauunternehmer stellte zusammen mit dem Aufsichtsrat die Weichen. Kassels „Urgestein“ Holger Brück, der maßgeblich den KSV wiederbelebte, stimmte wie der jetzt für den österreichischen Erstligisten Bregenz kickende Profi Mirko Dickhaut für die Aufrüstung der Mannschaft im Titelkampf. Rose und seine Mitstreiter verpflichteten gleich vier neue Hoffnungsträger mit Breitenreiter an der Spitze. Der 29-jährige Stürmer, der in 144 Bundesliga-Spielen 28 Tore erzielte, spielte nach den Stationen Hannover 96, Hamburger SV, VfL Wolfsburg und SpVgg Unterhaching zuletzt beim SC Langenhagen in der Oberliga Niedersachsen.
Laut Rose kommt der Familienvater ablösefrei an die Fulda. „Breitenreiter passt in unser Gehaltsgefüge. Nachdem wir als Aufsteiger mit Platz zwei ohnehin schon weit gekommen sind, wollen wir ein Zeichen setzen“, sagte der KSV-Vorsitzende. Auch in Richtung der Stadt für die ersehnte Flutlichtanlage im altehrwürdigen Kasseler Auestadion. Breitenreiter, an dem auch Widzew Lodz und Holstein Kiel interessiert waren, erhielt den Vorzug vor Manfred Bender (Saarbrücken).
Mit Carl Heiniger, der sowohl in der nordirischen U18-Nationalmannschaft als auch in den Nachwuchsteams von Manchester United und Newcastle aktiv war, wollen einige im Kasseler Löwen-Lager gar einen Rohdiamanten entdeckt haben. Letzte Formalitäten mit dem 20-Jährigen, der zum Probetraining weilt, sollen laut dem neuen Team-Manager Jörg Schmidt in den nächsten Tagen geklärt werden.
Zuversicht beim Traditionsclub; Neugier und Erwartungshaltung steigen bei den Fans. 500 Schaulustige pilgerten zum Auftakttraining, bei dem Löwen-Kapitän Andreas Mayer und seine Mannschaftskollegen 600 Euro sammelten, die dem an Leukämie erkrankten Torhüter Philipp Selig vom Liga-Rivalen Eschborn bei der Hilfe nach einem Knochenmarkspender helfen sollen. Eine nachahmenswerte Geste des KSV, der feierlichen Anlässen entgegensieht: 110-jähriges Vereinsjubiläum, 50 Jahre Auestadion und fünf Jahre Wiedergründung KSV Hessen mit 1042 Mitgliedern. Der Höhepunkt soll am 31. Mai mit dem Aufstieg in die Regionalliga Süd folgen.
Kassel (dpa/lhe)
„Fünfter Aufstieg in Folge“ hat sich der wieder auferstandene Traditionsclub KSV Hessen Kassel auf die Fahnen geschrieben. Mit nur einem Punkt Rückstand auf „Wintermeister“ FC Eschborn blasen die Nordhessen zur Verfolgungsjagd in der Fußball-Oberliga Hessen.
„Wir sind zwar nicht zum Aufstieg verdammt, doch wir wollen uns in der Tabelle verbessern“, sagt Trainer Oliver Roggensack. „Wir wollen uns später nicht nachsagen lassen, dass wir gar nicht aufsteigen wollten“, ergänzte der Vorsitzende Jens Rose und zog mit dem ehemaligen Bundesligaprofi André Breitenreiter einen „Hochkaräter“ an Land.
Der Gleisbauunternehmer stellte zusammen mit dem Aufsichtsrat die Weichen. Kassels „Urgestein“ Holger Brück, der maßgeblich den KSV wiederbelebte, stimmte wie der jetzt für den österreichischen Erstligisten Bregenz kickende Profi Mirko Dickhaut für die Aufrüstung der Mannschaft im Titelkampf. Rose und seine Mitstreiter verpflichteten gleich vier neue Hoffnungsträger mit Breitenreiter an der Spitze. Der 29-jährige Stürmer, der in 144 Bundesliga-Spielen 28 Tore erzielte, spielte nach den Stationen Hannover 96, Hamburger SV, VfL Wolfsburg und SpVgg Unterhaching zuletzt beim SC Langenhagen in der Oberliga Niedersachsen.
Laut Rose kommt der Familienvater ablösefrei an die Fulda. „Breitenreiter passt in unser Gehaltsgefüge. Nachdem wir als Aufsteiger mit Platz zwei ohnehin schon weit gekommen sind, wollen wir ein Zeichen setzen“, sagte der KSV-Vorsitzende. Auch in Richtung der Stadt für die ersehnte Flutlichtanlage im altehrwürdigen Kasseler Auestadion. Breitenreiter, an dem auch Widzew Lodz und Holstein Kiel interessiert waren, erhielt den Vorzug vor Manfred Bender (Saarbrücken).
Mit Carl Heiniger, der sowohl in der nordirischen U18-Nationalmannschaft als auch in den Nachwuchsteams von Manchester United und Newcastle aktiv war, wollen einige im Kasseler Löwen-Lager gar einen Rohdiamanten entdeckt haben. Letzte Formalitäten mit dem 20-Jährigen, der zum Probetraining weilt, sollen laut dem neuen Team-Manager Jörg Schmidt in den nächsten Tagen geklärt werden.
Zuversicht beim Traditionsclub; Neugier und Erwartungshaltung steigen bei den Fans. 500 Schaulustige pilgerten zum Auftakttraining, bei dem Löwen-Kapitän Andreas Mayer und seine Mannschaftskollegen 600 Euro sammelten, die dem an Leukämie erkrankten Torhüter Philipp Selig vom Liga-Rivalen Eschborn bei der Hilfe nach einem Knochenmarkspender helfen sollen. Eine nachahmenswerte Geste des KSV, der feierlichen Anlässen entgegensieht: 110-jähriges Vereinsjubiläum, 50 Jahre Auestadion und fünf Jahre Wiedergründung KSV Hessen mit 1042 Mitgliedern. Der Höhepunkt soll am 31. Mai mit dem Aufstieg in die Regionalliga Süd folgen.