Verfasst: 11. Okt 2002, 07:24
Zum Spitzenspiel werden über 10.000 Zuschauer erwartet
Die Cestonaro-Schützlinge wollen sich bei Senkrechtstarter Kassel nicht verstecken
Von der Einschätzung "kein Spiel, wie jedes andere", bis hin zu "der absolute Saisonhöhepunkt", reichen die Meinungen bei Fußball-Oberligist VfB Marburg anläßlich des Schlagerspiels am Samstag um 15.00 Uhr beim KSV Hessen Kassel. Cool bleibt einzig Marburgs Trainer Peter Cestonaro, obwohl er nach dreieinhalb Jahren als Spieler und Kapitän im Kasseler Auestadion auch am morgigen Tag der gefragteste Mann in Nordhessen sein wird.
Von Rainer Maaß
"Voraussichtlich werde ich das Spiel nicht entscheiden", scherzt "Cesto" in der ihm eigenen Gelassenheit, während sein Kasseler Kollege Oliver Roggensack die Lobeshymnen auf Cestonaro beinahe jeden Tag hört. "Peter ist noch heute ein Held in Kassel. Er hat in der besten Mannschaft unserer Vereinsgeschichte gespielt", berichtet der 34jährige, Sohn des früheren Bundesligatrainers Gerd Roggensack.
"Wir hätten zu diesem Spitzenspiel ohnehin über 3000 Fans erwartet. Sponsoren haben aber an Schüler und Auszubildende 10.000 zusätzliche Freikarten verteilt, so dass mit einem Oberligarekord an Fans zu rechnen ist", strahlt Roggensack. Der Mann, der einst mit Bundestrainer Michael Skibbe die Trainerlizenz erwarb, fuhr mit dem KSV in den letzten acht Spielen sieben Siege ein und steht vor dem Durchmarsch in die Regionalliga.
Ganz Hessen lobt die enorme Begeisterung rund um den KSV und dessen Tempofußball. Stars im Team des einstigen Zweitligisten sind die Mittelfeldstrategen Andreas Mayer und Silas Owusu sowie der Brasilianer Julio Cesar im Angriff. "Cesar ist nach anfänglichen Sprachproblemen mittlerweile Publikumsliebling bei uns", berichtet Oliver Roggensack in bezug auf den 22jährigen, der vom Schweizer Profiklub FC Zürich kam. Das Beste vom Besten der Oberliga tummelt sich im KSV-Mittelfeld. Der 29jährige Andreas Mayer verfügt aus seiner Zeit bei Rosenborg Trondheim sogar über Champions-League-Erfahrung und vereint hohe Spielintelligenz mit einem ausgeprägten Torriecher. In seinem Schatten entwickelt sich der 23jährige Silas Owusu, der für Arminia Bielefeld bereits in der Bundesliga aktiv war, prächtig.
"Die große Zuschauerkulisse im Auestadion kann niemals eine Belastung für meine Jungs sein. Das wird sie eher beflügeln", glaubt Peter Cestonaro, räumt aber gleichzeitig ein, dass er den VfB Marburg als krassen Außenseiter sieht. "Geärgert hat mich, dass wir zuletzt in der Deckung so anfällig waren, obwohl wir dort nominell erstklassig besetzt sind.", macht Cestonaro aus seinem Herzen keine Mördergrube.
Aus eigener Erfahrung weiß er um den zu jeder Jahreszeit tiefen Boden im Auestadion und fordert daher, dass seine Mannschaft in puncto Disziplin und Laufstärke über sich hinauswachsen muß, um in Kassel ein gutes Ergebnis zu erzielen. "In bezug auf die überragenden Kasseler Einzelspieler müssen wir im Mittelfeld die richtige Mischung finden. Darüber grübele ich derzeit Tag und Nacht", verrät "Cesto".
Rekonvaleszent Steffen Rechner wird nach seinem Kurzeinsatz gegen Neukirchen wieder mit von der Partie sein, wohl aber nicht in der Startformation stehen. "Nur hinten dicht machen reicht nicht aus. Wir haben die Qualität, Kassel auch in deren Deckung zu fordern", denkt Cestonaro keinesfalls daran, sich im Rahmen des Wiedersehens mit den Freunden aus alten Zeiten zu verstecken.
Quelle: Marburger Neue Zeitung
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Sehr gelungener Bericht, allerdings frage ich mich, woher die die Einschätzung "10.000 Zuschauer werden erwartet" haben? So wie ich es an verschiedenen Ecken gehört habe, werden etwa 1000 Schüler und Azubis erwartet, die das Freikartenangebot nutzen plus die 3000, die immer da sind. Nehmen wir noch etwas Toleranz dazu, dann könnten es so um 4500 werden!
RWG Axel
PS.: Die Fotos aus Vilbel sind online! :grin:
Die Cestonaro-Schützlinge wollen sich bei Senkrechtstarter Kassel nicht verstecken
Von der Einschätzung "kein Spiel, wie jedes andere", bis hin zu "der absolute Saisonhöhepunkt", reichen die Meinungen bei Fußball-Oberligist VfB Marburg anläßlich des Schlagerspiels am Samstag um 15.00 Uhr beim KSV Hessen Kassel. Cool bleibt einzig Marburgs Trainer Peter Cestonaro, obwohl er nach dreieinhalb Jahren als Spieler und Kapitän im Kasseler Auestadion auch am morgigen Tag der gefragteste Mann in Nordhessen sein wird.
Von Rainer Maaß
"Voraussichtlich werde ich das Spiel nicht entscheiden", scherzt "Cesto" in der ihm eigenen Gelassenheit, während sein Kasseler Kollege Oliver Roggensack die Lobeshymnen auf Cestonaro beinahe jeden Tag hört. "Peter ist noch heute ein Held in Kassel. Er hat in der besten Mannschaft unserer Vereinsgeschichte gespielt", berichtet der 34jährige, Sohn des früheren Bundesligatrainers Gerd Roggensack.
"Wir hätten zu diesem Spitzenspiel ohnehin über 3000 Fans erwartet. Sponsoren haben aber an Schüler und Auszubildende 10.000 zusätzliche Freikarten verteilt, so dass mit einem Oberligarekord an Fans zu rechnen ist", strahlt Roggensack. Der Mann, der einst mit Bundestrainer Michael Skibbe die Trainerlizenz erwarb, fuhr mit dem KSV in den letzten acht Spielen sieben Siege ein und steht vor dem Durchmarsch in die Regionalliga.
Ganz Hessen lobt die enorme Begeisterung rund um den KSV und dessen Tempofußball. Stars im Team des einstigen Zweitligisten sind die Mittelfeldstrategen Andreas Mayer und Silas Owusu sowie der Brasilianer Julio Cesar im Angriff. "Cesar ist nach anfänglichen Sprachproblemen mittlerweile Publikumsliebling bei uns", berichtet Oliver Roggensack in bezug auf den 22jährigen, der vom Schweizer Profiklub FC Zürich kam. Das Beste vom Besten der Oberliga tummelt sich im KSV-Mittelfeld. Der 29jährige Andreas Mayer verfügt aus seiner Zeit bei Rosenborg Trondheim sogar über Champions-League-Erfahrung und vereint hohe Spielintelligenz mit einem ausgeprägten Torriecher. In seinem Schatten entwickelt sich der 23jährige Silas Owusu, der für Arminia Bielefeld bereits in der Bundesliga aktiv war, prächtig.
"Die große Zuschauerkulisse im Auestadion kann niemals eine Belastung für meine Jungs sein. Das wird sie eher beflügeln", glaubt Peter Cestonaro, räumt aber gleichzeitig ein, dass er den VfB Marburg als krassen Außenseiter sieht. "Geärgert hat mich, dass wir zuletzt in der Deckung so anfällig waren, obwohl wir dort nominell erstklassig besetzt sind.", macht Cestonaro aus seinem Herzen keine Mördergrube.
Aus eigener Erfahrung weiß er um den zu jeder Jahreszeit tiefen Boden im Auestadion und fordert daher, dass seine Mannschaft in puncto Disziplin und Laufstärke über sich hinauswachsen muß, um in Kassel ein gutes Ergebnis zu erzielen. "In bezug auf die überragenden Kasseler Einzelspieler müssen wir im Mittelfeld die richtige Mischung finden. Darüber grübele ich derzeit Tag und Nacht", verrät "Cesto".
Rekonvaleszent Steffen Rechner wird nach seinem Kurzeinsatz gegen Neukirchen wieder mit von der Partie sein, wohl aber nicht in der Startformation stehen. "Nur hinten dicht machen reicht nicht aus. Wir haben die Qualität, Kassel auch in deren Deckung zu fordern", denkt Cestonaro keinesfalls daran, sich im Rahmen des Wiedersehens mit den Freunden aus alten Zeiten zu verstecken.
Quelle: Marburger Neue Zeitung
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Sehr gelungener Bericht, allerdings frage ich mich, woher die die Einschätzung "10.000 Zuschauer werden erwartet" haben? So wie ich es an verschiedenen Ecken gehört habe, werden etwa 1000 Schüler und Azubis erwartet, die das Freikartenangebot nutzen plus die 3000, die immer da sind. Nehmen wir noch etwas Toleranz dazu, dann könnten es so um 4500 werden!
RWG Axel
PS.: Die Fotos aus Vilbel sind online! :grin: