Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Alles rund um die Regionalliga Südwest.
Sprotte
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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Sprotte » 23. Mär 2026, 13:13

Hier noch einmal eine ausführliche Zusammenfassung und Meinungen zum Thema Kompassmodell im Kicker:

https://www.kicker.de/regionalliga-refo ... 17/artikel
„Wir sind in den letzten Wochen körperlich auf den Mount Everest und den K2 gelaufen – ohne Sauerstoff!

Reiherwälder
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Re: Zukunft der Regionalligen

Beitrag von Reiherwälder » 23. Mär 2026, 16:27

Yannis hat geschrieben: 17. Mär 2026, 13:12 Wir werden ganz sicher immer mal wieder die Regionalligen wechseln.
Genau das sehe ich für uns eher als Nachteil an. Auch wenn überall 11 gegen 11 gespielt wird, so hat jede Regionalliga doch ihre Besonderheiten. Nord & Nordost sind eher technisch und taktisch geprägt, die RL West gilt als schnellste und physisch stärkste, die RL Südwest als offensiv ausgerichtet und die RL Bayern als körperbetont und defensiv diszipliniert. Ich denke schon, dass es von Vorteil ist, sich auf die Liga einstellen zu können und dementsprechend auch Spielertypen zu verpflichten bzw. daran gemessen die Schwerpunkte bei der Kaderzusammenstellung zu setzen. Die gegnerischen Spieler, auf die man auf dem Platz besonders aufpassen muss, wird Klingbeil aus dem Eff-Eff kennen. Wenn wir ständig die Liga wechseln, fällt die Einstellung auf die Gegner wesentlich schwerer. Da fängt man bei der Gegneranalyse als Trainer öfter wieder bei Null an.

Leroy
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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Leroy » 25. Mär 2026, 22:50

Regionalliga-Reform: Durchbruch - Arbeitsgruppe findet "positive Lösung"

Überraschung am Mittwochabend: Die „Initiative Aufstiegsreform“ hatte offenbar Erfolg. Bei der Tagung der Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform einigte man sich nach Informationen von LVZ und SZ auf einen Vorschlag.

Das lange Ringen hat ein Ende. Am Mittwochabend einigte sich die Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform in Frankfurt/Main auf einen Reform-Vorschlag. Nach fünfeinhalbstündiger Sitzung fanden alle Beteiligten unter Leitung von Ex-Grünen-Politiker und Ex-DOSB-Vorstand Michael Vesper offenbar einen Konsens.

„Nur so viel: Es gibt eine Lösung und sie ist positiv“, sagte Tommy Haeder, Sprecher der „Initiative Aufstiegsreform 2025“, gegenüber Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung am späten Mittwochabend. Wie diese Lösung konkret aussieht, werde der DFB in Kürze verkünden. „Wir werden dazu dann am Donnerstag ausführlich Stellung beziehen“, so Haeder, der in Frankfurt selbst mit dabei war.

Nun muss der DFB-Bundestag entscheiden
Der Vorschlag zur Erneuerung des Regionalliga-Systems wird nun weitergereicht. Über diesen soll dann der Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes im November entscheiden. Zentraler Streitpunkt des derzeitigen Modells ist, dass momentan die Meister nicht aus allen fünf Staffeln direkt aufsteigen. Einen jährlich sicheren Aufstiegsplatz haben momentan nur die Regionalligen West und Südwest.

Mehr zum Thema will der DFB im Laufe des Abends bekannt geben. Zuvor war unterem über ein Kompassmodell diskutiert worden, bei dem die Regionalligen von fünf auf vier Ligen reduziert und Aufstiegsspiele überflüssig werden sollen.

Menelaos
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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Menelaos » 25. Mär 2026, 23:47

Tja, das hätten sie auch schon 2019 haben können. Aufteilung des Nord Ostens. Das kompass Modell finde ich immer noch nicht gut. Das Modell wo der Nordosten in Bayern West und Nord aufgeteilt wird, finde ich sehr gut. Gerade der Norden und Süden kann ein wenig mehr Qualität gebrauchen.

Leroy
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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Leroy » 25. Mär 2026, 23:50

Was für ein Krimi in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main! Nach 14 Jahren Streit um die Regionalliga legt die Arbeitsgruppe den Verbandspräsidenten zwei Vorschläge zur Reform des deutschen Ligen-Systems vor.
Nach BILD-Informationen ging es in der Sitzung wie erwartet hoch her. Deshalb gibt es auch zwei Entwürfe, wie die 4. Liga demnächst aussehen könnte. Eine davon ist das sogenannte Kompassmodell, das sich in vielen Regionen und bei Fans schon größter Beliebtheit erfreut. Es sieht vor, aus fünf Staffeln vier zu machen. Die dann 80 statt 90 Viertligisten würden jedes Jahr mithilfe von KI nach den kürzesten Fahrtstrecken aufgeteilt werden.
Die Alternative ist eine bei vielen Anhängern kritisch gesehene Option. In dieser würde die besonders zuschauerstarke, TV-relevante und als Liga-Produkt erfolgreichste Nordost-Staffel in der Mitte gespalten werden. Die Ostklubs würden sich auf Bayern und den Norden verteilen. Dieses Szenario wird als „Regionen-Modell“ bezeichnet.
Letzteres wurde von den Gegnern des Kompassmodells durchgedrückt. Drahtzieher sind die Verbandsfunktionäre aus Bayern, dem Westen, Südwesten und dem Norden. Die Vereinsvertreter hielten dagegen. So kam es zu den zwei konträren Vorschlägen.

In beiden Varianten würden die Meister aller vier Staffeln direkt aufsteigen. Das war neben vielen Krach-Themen eines der Hauptprobleme.
Hintergrund: Zuletzt durften nur die Erstplatzierten aus Südwest und West immer aufsteigen, während die Staffelsieger von Nord, Bayern und dem Osten in zwei von drei Jahren in eine höchst umstrittene Aufstiegsrelegation mussten. Dies hatte erheblichen Schaden bei manchen Vereinen angerichtet.
Wettstreit der zwei Konzepte brodelt sofort
Ende 2018 hatte sich eine erste Arbeitsgruppe des DFB von Vereins- und Verbandsvertretern heillos verkracht. Diesmal klappte es im zweiten Arbeitskreis, den Entscheidungsgremien Beschlussvorlagen anzubieten. Insofern ist es ein historischer Durchbruch, auch wenn es ab sofort im Wettstreit beider Konzepte hinter den Kulissen ohne Pause brodeln wird.
Wie geht es jetzt weiter? Im nächsten Schritt werden alle Regionalligisten noch einmal eingebunden und stimmen über die zwei Ergebnisse ab. Die Klub-Vertreter hatten sich vorab bereits Meinungsbilder ihrer Vereine eingeholt, die in der größeren Mehrheit bisher für das Kompassmodell sind. Der Machtkampf um die konkrete Reform geht jetzt in die entscheidende Runde, denn das letzte Wort haben die Landes- und Regionalverbandspräsidenten, die sich für eine der beiden Alternativen entscheiden müssen.
Dr. Christoph Kern vom Bayerischen Fußball-Verband steckt u.a. hinter dem Entwurf, den Nordosten zu spalten

Dort kann es nochmal heftig krachen. Zwar stehen die Verbandschefs aufgrund ihrer langen Blockadehaltung unter Beobachtung. Letztlich müssen Fans und Klubs nun aber für ihr favorisiertes Modell werben, weil sie nun keine direkte Stimme mehr haben. Insofern sind die Vorschläge gerade für die Klubs aus dem Nordosten auch ein Spiel mit dem Feuer, ihre beliebte Staffel verlieren zu können.
Eingeführt würde das neue Modell ab der Spielzeit 2028/29, im Sommer 2027 würde die Qualifikationssaison starten.

Leroy
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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Leroy » 25. Mär 2026, 23:59

Menelaos hat geschrieben: 25. Mär 2026, 23:47 Tja, das hätten sie auch schon 2019 haben können. Aufteilung des Nord Ostens. Das kompass Modell finde ich immer noch nicht gut. Das Modell wo der Nordosten in Bayern West und Nord aufgeteilt wird, finde ich sehr gut. Gerade der Norden und Süden kann ein wenig mehr Qualität gebrauchen.
An solchen Beiträge erkennt man ja wie verblendet die Diskussion teilweise geführt worden ist. Hier wird seitenlang über Fahrten nach Berlin geheult aber jetzt sollen zwei Regionalligen 2/3 der Fläche des Landes abdecken. Aus KSV-Sicht können wir uns entspannt zurücklehnen und weiter auf badische Dörfer fahren, eine gute Lösung mit Blick aufs Ganze wäre es aber sicher nicht. Deswegen ist es noch nie so gekommen. Jetzt müssen sich erstmal Klubs im Norden, Nordosten und in Bayern finden, die blöd genug sind, gegen das Kompassmodell zu stimmen.

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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Menelaos » 26. Mär 2026, 09:14

Leroy hat geschrieben: 25. Mär 2026, 23:59
Menelaos hat geschrieben: 25. Mär 2026, 23:47 Tja, das hätten sie auch schon 2019 haben können. Aufteilung des Nord Ostens. Das kompass Modell finde ich immer noch nicht gut. Das Modell wo der Nordosten in Bayern West und Nord aufgeteilt wird, finde ich sehr gut. Gerade der Norden und Süden kann ein wenig mehr Qualität gebrauchen.
An solchen Beiträge erkennt man ja wie verblendet die Diskussion teilweise geführt worden ist. Hier wird seitenlang über Fahrten nach Berlin geheult aber jetzt sollen zwei Regionalligen 2/3 der Fläche des Landes abdecken. Aus KSV-Sicht können wir uns entspannt zurücklehnen und weiter auf badische Dörfer fahren, eine gute Lösung mit Blick aufs Ganze wäre es aber sicher nicht. Deswegen ist es noch nie so gekommen. Jetzt müssen sich erstmal Klubs im Norden, Nordosten und in Bayern finden, die blöd genug sind, gegen das Kompassmodell zu stimmen.
Da es nur zwei Lösungen gibt muss man sich ja für eine entscheiden. Verblendung? Weil ich eine KSV Brille aufhabe? Ich sehe halt beim Kompass Modell mehr Nachteile für den Ksv als Vorteile. Ein sehr großer Nachteil ist die Planbarkeit, wenn man jedes Jahr in einer anderen Liga spielt. Ein weitere die Risikospiele die der Nordosten so mitbringt. Es gibt noch mehr, was mich gegen das Kompassmodell stimmen lässt, hatte ich ja schon geschrieben.


Aber da du so dafür bist, Kannst du mir ja gerne die Vorteile eines Kompass Modells aus Sicht des KSV erklären. Oder aus Sicht von Fulda oder anderen Randvereinen, die sich jedes Jahr auf eine neue Herausforderung einstellen sollen. Ich kenne mich mit den Etats der einzelnen Ligen nicht aus. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das jede Regio den selben Etat braucht um aufzusteigen oder abzusteigen. Und was ist mit dem Pokal? Die Mannschaft ist z.B auf den Osten zusammen gestellt und spielst dann gegen den Westen im Pokal. Ist das dann fair für die Randvereine wie Fulda, Kassel und bestimmt auch noch anderen.

Thanquol
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Re: Zukunft der Regionalligen / Regionalliga-Reform

Beitrag von Thanquol » 26. Mär 2026, 10:33

Leroy hat geschrieben: 25. Mär 2026, 23:59
Menelaos hat geschrieben: 25. Mär 2026, 23:47 Tja, das hätten sie auch schon 2019 haben können. Aufteilung des Nord Ostens. Das kompass Modell finde ich immer noch nicht gut. Das Modell wo der Nordosten in Bayern West und Nord aufgeteilt wird, finde ich sehr gut. Gerade der Norden und Süden kann ein wenig mehr Qualität gebrauchen.
An solchen Beiträge erkennt man ja wie verblendet die Diskussion teilweise geführt worden ist. Hier wird seitenlang über Fahrten nach Berlin geheult aber jetzt sollen zwei Regionalligen 2/3 der Fläche des Landes abdecken. Aus KSV-Sicht können wir uns entspannt zurücklehnen und weiter auf badische Dörfer fahren, eine gute Lösung mit Blick aufs Ganze wäre es aber sicher nicht. Deswegen ist es noch nie so gekommen. Jetzt müssen sich erstmal Klubs im Norden, Nordosten und in Bayern finden, die blöd genug sind, gegen das Kompassmodell zu stimmen.
Du beantwortest die Diskussion doch selbst. Aus KSV-Sicht gilt es für ein Modell zu stimmen: die Zerschlagung der DDR-Oberliga! Wenn du als Löwe für das andere Modell bist, solltest du überlegen ob du in diesem Verein noch eine Heimat hast, denn hier stehen an erster Stelle die Löwen und nicht die Interessen vom Hallescher FC oder Chemie Leipzig. Geographisch gesehen wäre ein Kompassmodell für unseren Verein der Sargnagel.

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