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Verfasst: 2. Aug 2006, 17:18
von EijkelkampKS
Bitte,bitte...Finde es grundsätzlich immer begrüßenswert wenn sich Leute bei solchen Projekten einbringen und im digitalen Zeitalter solche Magazine am Leben halten, so dass man beim Lesen "etwas in der Hand" hat...

Jetzt noch ein paar persönliche Eindrücke nach Lesen des Artikels, nachdem ich zur Kenntnis genommen haben, dass sich beide Autoren hier im Thread auch geäußert haben:
Mein Eindruck der Kasseler Szene ist bei meinen gelegentlichen Besuchen mit dem Bericht fast deckungsgleich (Stichwort: Überalterung, fehlender Nachwuchs...)
Die "Ultrà Szene" dieses Landes (namentlich genannt FFM) bekommt ihren Kommentar im Bericht mit.
Das ist okay, dennoch würde ich persönlich das Thema "Ultrà" differenzierter betrachten und durch die Vielfältigkeit und Inspirationen gewinnen viele Kurven an Kreativität und Lautstärke. Auf die "Nebeneffekte" (Fahnenklau, Gewalt, etc.) legt man bei den einen mehr wert, bei den anderen halt weniger.....Und neben vielen "Mitläufern" die durch diese Nebeneffekte in die Kurven dazustoßen gibt es auch einen großen Anteil von Leuten, denen ihr Verein in allen Belangen wirklich am Herzen liegt und sich mit Herzblut engagieren...
Das sollte man nicht vergessen und wenn vielleicht auch mal in Kassel jugendlichen/jüngere Leuten auf die Idee kommen sollten, denen einfach mal eine Chance geben über diese Schiene zum KSV zu kommen.
Im Bericht kommt es, für mich, so rüber, als ob sich die Szene KS einem solche einem "Vorhaben" kategorisch verschließen würde, und eine jungere Gruppe, die beispielsweise vor hätte so etwas zu etablieren eh nie eine faire Chance bekommen würde....Ob das in der Realität so wäre, lasse ich mal dahingestellt.
Ich möchte jetzt hier definitv keine Diskussion über "Ultramanie" in Kassel vom Zaun reißen, dennoch meine ich, dass die Aussagen im EF ein wenig zu sehr schwarz/weiß (und damit ist jetzt nicht unbedingt die SGE gemeint) dargestellt sind....

gruß aus waldau
jan

Verfasst: 6. Aug 2006, 18:55
von durango
inhaltlich gibt der artikel die (vor allem jüngere geschichte) des ksv hessen wieder; fanspezifische dinge werden leider nur angeschnitten. was beispielsweise im april 2001 in hönebach und bei den spielen gegen die sge amateure konkret passiert ist, kann der unwissende leser nur erahnen. mir stellt sich da schon die frage, warum auf derlei spiele überhaupt hingewiesen wird.
stattdessen wird der leser beim lesen des berichtes mit unzähligen spielernamen und anderen (unwichtigen) details fast schon überschüttet.
auch die übliche "weil-wir-nordhessen-sind-werden-wir-von-allen-benachteiligt"-chose darf natürlich nicht fehlen...

zum schmunzeln gebracht hat mich der textabschnitt, indem es um die unwissenheit der dorfzuschauer geht, die den aufgebauschten geschichten der medien über die ksv-fans glauben schenken. - in den wenigen sätzen, in denen sich die beiden autoren auf die eigentliche zielgruppe des magazins beziehen, lassen sie jedenfalls nicht mehr sachverstand erkennen, als die von ihnen kritisierten personen.

auch die herablassenden kommentare über ultras hätten sich die autoren sparen können. selbst wenn es sich dabei um witze handeln sollte: wenn man als 80er-jahre-relikt schon auf die idee kommt, sich in einem ultra-magazin zu profilieren, sollte man weniger überheblichkeit an den tag legen.

auch begriffe wie "selbstdarstellung" hätte ich an stelle der autoren nicht verwendet, schließlich handelt es sich bei dem artikel doch auch um nichts anderes als selbstbeweihräucherung. eine kritische auseinandersetzung mit der eigenen fanszene, dem verein o.ä. findet jedenfalls nicht statt.