Ordentlicher Abschied für Julio
Ich finde es wahnsinnig schade, dass Julio gehen muss! Ähnlich wie einige es ja schon geschrieben haben sehe ich es auch: Ihm fehlt das Durchsetzungsvermögen für die Regionalliga, diese Klasse ist eine Klasse zu hoch für ihn!
Ich denke aber auch gemessen an seinen drei Stürmerkollegen gehört er zu der besseren hälfte und der ein oder andere müsste eigentlich noch vor ihm das Feld räumen.
Als Ersatz muss dann endlich mal eine richtige Verstärkung her, eine die Thorsten Bauer richtig Konkurrenz macht!
Ich wünsche Julio alles erdenklich Gute für die Zukunft und bedanke mich für tolle Tore, tolle Dribblings und für viele Stunden unterhaltsamen Fußball! Vielen Dank!
Dirk
Ich denke aber auch gemessen an seinen drei Stürmerkollegen gehört er zu der besseren hälfte und der ein oder andere müsste eigentlich noch vor ihm das Feld räumen.
Als Ersatz muss dann endlich mal eine richtige Verstärkung her, eine die Thorsten Bauer richtig Konkurrenz macht!
Ich wünsche Julio alles erdenklich Gute für die Zukunft und bedanke mich für tolle Tore, tolle Dribblings und für viele Stunden unterhaltsamen Fußball! Vielen Dank!
Dirk
HNA von morgen:
"Mein Gefühl sagte mir schon früh, dass es vorbei ist"
Julio Cesar muss den KSV verlassen - Brasilianischer Stürmer und Publikumsliebling war an zwei Aufstiegen beteiligt
Ausgerechnet Julio. Der Publikumsliebling und Hoffnungsträger mit dem klangvollen Nachnamen Cesar da Rosa muss die Löwen verlassen. Sechs Jahre hat der Brasilianer für den KSV gespielt, war an zwei Aufstiegen beteiligt. Doch nun ist Schluss. Weil dem mittlerweile 28-jährigen Stürmer in der Regionalliga zu oft seine Grenzen aufgezeigt wurden. Schnell und kämpferisch ist er nach wie vor. Seine Dribblings aber haben bei den gegnerischen Abwehrreihen an Schrecken verloren. Er kommt immer seltener durch, lässt sich nach außen abdrängen und übersieht häufig in seinem Übereifer besser platzierte Kollegen. Das hat Konsequenzen. Sein Vertrag wird nicht verlängert.
Immerhin gibt es für ihn ein Abschiedsspiel. Trainer Matthias Hamann hat versprochen, dass er heute gegen 1860 München II zur Anfangsformation gehört. Eine Art Dankeschön an den dienstältesten Löwen. Der ist zwar traurig ob der Gegebenheiten, freut sich aber darauf, sich in gebührender Art und Weise von den Fans verabschieden zu dürfen. "Ich will ein gutes Spiel machen."
Vor sechs Jahren war Cesar aus Italien kommend zum KSV, damals noch ein Landesligist, gestoßen. Und Julio erwies sich als Glücksgriff. Ein Strafraumspieler der Extraklasse. Der seine Gegner schwindlig spielte und Tore wie am Fließband schoss. Die Fans dankten es ihm, Julioooo wurde zum Schlachtruf. Auch nach dem Aufstieg in die Oberliga änderte sich daran zunächst nichts, ja, Julio wurde sogar mit Profiteams in Verbindung gebracht. "Mainz war an mir dran", bestätigt er heute. Doch Irgendwie kam der Deal damals nicht zustande. Stattdessen unterschrieb er beim polnischen Zweitligisten Stettin. Es sollte ein kurzer Aufenthalt dort werden. Schon nach wenigen Wochen war er wieder an der Fulda. Gleich in der ersten Nacht in der Fremde hatten Unbekannte sein Auto aufgebrochen, sein gesamtes Hab und Gut gestohlen. "Das reichte."
Den Überflieger hatte das Glück verlassen. Und daran änderte sich auch in Kassel bis auf Weiteres nichts. Er verletzte sich, fiel lange aus. Und als er wieder zur Verfügung stand, passte er irgendwie nicht mehr ins System. Mit der Folge, dass er trotz aller Anfeuerungsrufe auf den Rängen immer häufiger nur auf der Bank saß.
"Eine komische Zeit", beschreibt Julio die jüngste Vergangenheit, wobei er schon früh ahnte, was auf ihn zukommen sollte. "Mein Gefühl sagte mir, dass meine Zeit beim KSV vorbei ist." Wie geht es jetzt weiter? Julio fühlt sich nach wie vor zu Höherem berufen, hofft immer noch auf einen Ruf aus den Profiligen. Über allem aber steht der Wunsch, in Deutschland zu bleiben. Und da darf es denn auch ein kleinerer Verein sein. Vielleicht Oberligaaufsteiger Lohfelden in der Nachbarschaft? Julio schließt nichts aus, hofft auf eine schnelle Entscheidung.
"Mein Gefühl sagte mir schon früh, dass es vorbei ist"
Julio Cesar muss den KSV verlassen - Brasilianischer Stürmer und Publikumsliebling war an zwei Aufstiegen beteiligt
Ausgerechnet Julio. Der Publikumsliebling und Hoffnungsträger mit dem klangvollen Nachnamen Cesar da Rosa muss die Löwen verlassen. Sechs Jahre hat der Brasilianer für den KSV gespielt, war an zwei Aufstiegen beteiligt. Doch nun ist Schluss. Weil dem mittlerweile 28-jährigen Stürmer in der Regionalliga zu oft seine Grenzen aufgezeigt wurden. Schnell und kämpferisch ist er nach wie vor. Seine Dribblings aber haben bei den gegnerischen Abwehrreihen an Schrecken verloren. Er kommt immer seltener durch, lässt sich nach außen abdrängen und übersieht häufig in seinem Übereifer besser platzierte Kollegen. Das hat Konsequenzen. Sein Vertrag wird nicht verlängert.
Immerhin gibt es für ihn ein Abschiedsspiel. Trainer Matthias Hamann hat versprochen, dass er heute gegen 1860 München II zur Anfangsformation gehört. Eine Art Dankeschön an den dienstältesten Löwen. Der ist zwar traurig ob der Gegebenheiten, freut sich aber darauf, sich in gebührender Art und Weise von den Fans verabschieden zu dürfen. "Ich will ein gutes Spiel machen."
Vor sechs Jahren war Cesar aus Italien kommend zum KSV, damals noch ein Landesligist, gestoßen. Und Julio erwies sich als Glücksgriff. Ein Strafraumspieler der Extraklasse. Der seine Gegner schwindlig spielte und Tore wie am Fließband schoss. Die Fans dankten es ihm, Julioooo wurde zum Schlachtruf. Auch nach dem Aufstieg in die Oberliga änderte sich daran zunächst nichts, ja, Julio wurde sogar mit Profiteams in Verbindung gebracht. "Mainz war an mir dran", bestätigt er heute. Doch Irgendwie kam der Deal damals nicht zustande. Stattdessen unterschrieb er beim polnischen Zweitligisten Stettin. Es sollte ein kurzer Aufenthalt dort werden. Schon nach wenigen Wochen war er wieder an der Fulda. Gleich in der ersten Nacht in der Fremde hatten Unbekannte sein Auto aufgebrochen, sein gesamtes Hab und Gut gestohlen. "Das reichte."
Den Überflieger hatte das Glück verlassen. Und daran änderte sich auch in Kassel bis auf Weiteres nichts. Er verletzte sich, fiel lange aus. Und als er wieder zur Verfügung stand, passte er irgendwie nicht mehr ins System. Mit der Folge, dass er trotz aller Anfeuerungsrufe auf den Rängen immer häufiger nur auf der Bank saß.
"Eine komische Zeit", beschreibt Julio die jüngste Vergangenheit, wobei er schon früh ahnte, was auf ihn zukommen sollte. "Mein Gefühl sagte mir, dass meine Zeit beim KSV vorbei ist." Wie geht es jetzt weiter? Julio fühlt sich nach wie vor zu Höherem berufen, hofft immer noch auf einen Ruf aus den Profiligen. Über allem aber steht der Wunsch, in Deutschland zu bleiben. Und da darf es denn auch ein kleinerer Verein sein. Vielleicht Oberligaaufsteiger Lohfelden in der Nachbarschaft? Julio schließt nichts aus, hofft auf eine schnelle Entscheidung.
trotzdem.
Tja, was soll man sagen?
Irgendwie bin ich seit gestern schon ziemlich traurig darüber, daß Julio nach diesem Spiel nicht mehr dem KSV angehört. So ein bißchen hoffe ich noch, daß er vielleicht nach seiner aktiven Karriere nicht nur einen Platz in den Herzen der Löwen-Fans behält, sondern vielleicht auch auf irgendeine Weise dem Verein erhalten bleibt. Und sei es, damit er uns aus seiner brasilianischen Heimat den ein oder anderen Spieler empfehlen kann...
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Landesliga. Erst kam Andi Mayer (nach 6 Spieltagen beim Spiel gegen den VfL Kassel), quasi so frisch, daß er erst im Hessenlöwe vorgestellt wurde ("Sambamayer
) - und traf gleich an seinem zweiten oder dritten Spiel durch eine direkt verwandelte Ecke. Dann aber kam noch ein junger Brasilianer, knapp 10 Spieltage später (gegen Wattenbach), hinzu - und traf sofort. Und er traf weiter. Tor um Tor um Tor um Tor um Tor... 20 Tore in 14 Spielen! Das war der Wahnsinn, ein echter brasilianischer Fußballgott (und kein Taxifahrer) stand da auf einmal in Rot-Weiß auf dem Platz. Die Legende Julio Cesar da Rosa war geboren. Er legte noch 49 Tore drauf und ich gönne und wünsche es ihm sehr, daß er heute sein insgesamt 70. Tor für den KSV nachlegt.
Cesar hat eine Ballbehandlung, die es in Landes- und Oberliga eigentlich kaum gab und gibt. Es war meist eine wahre Freude, diesem Supertechniker bei der Arbeit zuzuschauen. Doch auch: Kampf bis zum Umfallen; an Engagement hat es Huljooooo höchst selten gemangelt. Der große Ehrzeiz ging allerdings hie und da nach hinten los. 7 (Sieben) Platzverweise. Nun muß man auch ergänzend hinzufügen, daß es eben schwierig ist, als Spieler, der oft einzig mit Fouls zu halten war und dazu sehr emotional ist, die Ruhe zu bewahren. Tiefpunkt: Der Wutausbruch beim Spiel in Vellmar im August der letzten Oberliga-Saison. Wieder einmal gab der Schiedsrichter, ein gewisser Herr Iaccarino aus Frankfurt
, einen klaren Elfermeter nach Foul an Cesar nicht - diesmal war es zu viel und Julio flippte richtig aus. Heute sage ich: Das Ars*hloch von Schiri hatte es verdient!
Ich wünsche Julio noch einige erfolgreiche Jahre in Deutschland, hoffentlich in Nordhessen, auch, um seine Karriere leichter weiterverfolgen zu können. Vielleicht sieht man sich dann mal im Auestadion beim Pokalspiel - für Julio wäre es ein Heimspiel auf fremden Platz, der doch eigentlich nicht fremd ist.
Heute geht der letzte Aufstiegsheld von 2001. Der dienstälteste Löwe, wie es so schön heißt. Derjenige, der nach seinem kurzen Polen-Intermezzo sagte, daß der KSV immer einen großen Platz in seinem Herzen behalte. Ich glaube, Julio Cesar da Rosa wird auch in den Herzen der Fans einen großen Platz behalten, denn er ist eine Vereinslegende.
EINMAL LÖWE IMMER LÖWE!
Da bin ich wohl etwas sentimental geworden
Irgendwie bin ich seit gestern schon ziemlich traurig darüber, daß Julio nach diesem Spiel nicht mehr dem KSV angehört. So ein bißchen hoffe ich noch, daß er vielleicht nach seiner aktiven Karriere nicht nur einen Platz in den Herzen der Löwen-Fans behält, sondern vielleicht auch auf irgendeine Weise dem Verein erhalten bleibt. Und sei es, damit er uns aus seiner brasilianischen Heimat den ein oder anderen Spieler empfehlen kann...
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Landesliga. Erst kam Andi Mayer (nach 6 Spieltagen beim Spiel gegen den VfL Kassel), quasi so frisch, daß er erst im Hessenlöwe vorgestellt wurde ("Sambamayer

Cesar hat eine Ballbehandlung, die es in Landes- und Oberliga eigentlich kaum gab und gibt. Es war meist eine wahre Freude, diesem Supertechniker bei der Arbeit zuzuschauen. Doch auch: Kampf bis zum Umfallen; an Engagement hat es Huljooooo höchst selten gemangelt. Der große Ehrzeiz ging allerdings hie und da nach hinten los. 7 (Sieben) Platzverweise. Nun muß man auch ergänzend hinzufügen, daß es eben schwierig ist, als Spieler, der oft einzig mit Fouls zu halten war und dazu sehr emotional ist, die Ruhe zu bewahren. Tiefpunkt: Der Wutausbruch beim Spiel in Vellmar im August der letzten Oberliga-Saison. Wieder einmal gab der Schiedsrichter, ein gewisser Herr Iaccarino aus Frankfurt






Ich wünsche Julio noch einige erfolgreiche Jahre in Deutschland, hoffentlich in Nordhessen, auch, um seine Karriere leichter weiterverfolgen zu können. Vielleicht sieht man sich dann mal im Auestadion beim Pokalspiel - für Julio wäre es ein Heimspiel auf fremden Platz, der doch eigentlich nicht fremd ist.
Heute geht der letzte Aufstiegsheld von 2001. Der dienstälteste Löwe, wie es so schön heißt. Derjenige, der nach seinem kurzen Polen-Intermezzo sagte, daß der KSV immer einen großen Platz in seinem Herzen behalte. Ich glaube, Julio Cesar da Rosa wird auch in den Herzen der Fans einen großen Platz behalten, denn er ist eine Vereinslegende.
EINMAL LÖWE IMMER LÖWE!
Da bin ich wohl etwas sentimental geworden

When the going gets weird, the weird turn pro. It never got weird enough for me.
Hunter S. Thompson
VIVA MADIBA! VIVA MANDELA!
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mal ganz nüchtern betrachtet mit einem blick auf den aktuellen kader und die schwierige saison, wäre es meines erachtens die richtige entscheidung gewesen, julio als joker zu behalten. vielleicht hat der wechsel aber auch andere gründe und die ruhe im verein soll gewahrt werden...schade auf jeden fall, ich sehe mal abgesehen von olli adler und thorsten bauer die charakterköpfe im team schwinden und die sollen ja im fussball bekanntlich auch nicht ganz unwichtig sein...
Rudi, laß die Löwen los !
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so sieht es aus - trage julio zu ehren heute seit langen mal nix vom ksv am körper sondern ein brasilianisches t-shirt mit der einzigen wahren 9 hinten drauf. sentimental auf jeden fall -da kriegt man echt tränen in die augen.... julio gehört doch zu unsGonzo hat geschrieben: Ich glaube, Julio Cesar da Rosa wird auch in den Herzen der Fans einen großen Platz behalten, denn er ist eine Vereinslegende.
EINMAL LÖWE IMMER LÖWE!


"You´ll never walk alone KSV Hessen Kassel" Seit dem 6.10.1974 bis zum Tod !
"Man kann sich eine neue Freundin suchen, aber keinen neuen Verein !"(Campino)
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- Registriert: 23. Mär 2004, 15:20
Ich glaube, man wird ihn noch schwer vermissen. Ich sehe absolut keinen adäquaten Ersatz und er wird ohne Not hergegeben. Auch wenn er vielleicht die Systemanforderungen nicht erfüllen kann - kann das ein Buschi? Oder irgendein neuer im Sturm? Hoffentlich bleibt er in der Nähe, damit man ihn schnell zurückholen kann, falls er benötigt wird.
Julio - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das heute dein letztes Spiel im Löwenjersey gewesen sein soll....!
Julio - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das heute dein letztes Spiel im Löwenjersey gewesen sein soll....!