1982 hat geschrieben:Ich erkläre die lustlose Einstellung der Gurkentruppe heute damit, dass der Verein nur wenigen Rumpelfüßern einen neuen Vertrag angeboten hat. Die wenig engagierte Vorstellung eines Gaede und das Herumstolpern eines Herrn Damm im Strafraum kann ich damit aber nicht erklären.
Du bist offensichtlich auch einer, der jedes spiel nur nach dem ergebnis bewertet und dann die entsprechenden phrasen zusammenstoppelt.
Richtig ist, dass bedächtig begonnen wurde bzw. begonnen werden musste, da die Karlsruher recht giftig, aber eigentlich immer fair zu werke gingen. Man wollte offensichtlich versuchen, das spiel von hinten heraus zu kontrollieren, und lange hohe pässe nach vorn auf Damm vermeiden. Das hätte in der 6. minute benahe zum 0:1 geführt. Da zudem Gaede heute äußerst glücklos und gegen die flinken Karlsruher regelrecht ungeschickt agierte, sowie Nguyen bis zu seiner vorbereitung zum 1:0 nix recht auf die reihe brachte, sah unser spiel sehr bescheiden aus. Domaschke hat das seine dazu beigetragen; auch ging von seinen abschlägen heute keine gefahr aus.
Auch unser trainer hat heute so ziemlich daneben gegriffen. Man muss nicht bei jedem spiel anfangen, nach 10 oder 15 minuten mit auswechslung zu drohen. Glücklicherweise(?) hat er dann gezögert, und Chris konnte sich in szene setzen. Es wurde dann also erstmal nix mit dem auswechseln, aber Wehrendt durfte weiter an der bank rumturnen...
Nach der pause war's eigentlich unsinnig, Chris rauszunehmen; zwar sah es mit Wehrendt erstmal passabel aus, aber es zeigte sich schnell, dass er besser Gaede oder Weingarten, der heute auch keinen guten tag hatte, rausgenommen hätte. Ok, es war fair, dass Wehrendt noch einmal eine chance bekommen hat, aber warum hat Wolf nicht gleich Maresca gebracht, damit der - zumal nach einem guten spiel in München - weiter erfahrungen sammlen konnte?
Zepek hingegen hat seine sache insgesamt nicht schlecht gemacht. Er hat eben bis weit in die 2. HZ keine langen pässe, sondern lieber den sicheren pass zum mitspieler gespielt. Wenn er merkte, dass er ein laufduell nicht bestehen konnte, hat er seinen gegner meist nicht ungeschickt weg- oder umgedrückt -- eine gelbe hat er vermeiden können (glaube ich) und es gab auch nur sehr selten einen freistoß für die anderen.
Freistöße, das war auch eine katastrophe... Wenn wir einen an der mittellinie zugesprochen bekommen, dann muss man den nicht überhastet 10-15 weiter hinten ausführen (Knipping). Das kann man mal versuchen, aber nicht mehrfach und schon gar nicht kurz vor der pause, beim stand von 1:0.
Wie andere schon geschrieben haben, Damm wurde mal wieder zu ungenau angespielt, so dass er meist gar nicht erst in die verlegenheit kam, die bälle zu verstolpern. Bei den platzverhältnissen nach der kräftigen regendusche war es das falsche, mit spielerischen mitteln auftrumphen zu wollen. Da muss wohl auch unser trainer nach erfahrungen sammlen.
Die Abseitsfalle funktioniert recht gut. Der Spielaufbau beschränkt sich darauf, dass Zepek das Spiel mit einem langen Pass auf Damm eröffnet.
Wie gesagt, das gab es so kaum. Die langen bälle kamen meist von Knipping (und die gingen auch nicht immer in richtung Damm). Spätestens ab mitte der 2. HZ waren lange bälle auch ok.
Bei 400-500 Anwesenden hört man auch mehr. An Knipping sind wohl noch andere Vereine dran und Geld für eine Aufstiegsmannschaft fehlt wohl auch.
Quellen?