@palmika: Wenn Du mit in die Kreisklasse gegangen bist, nehme ich einen Teil zurück. Aber nur dann. Diese Theorie vom nicht Aufsteigen wollen war schon in den 80er Jahren total daneben. Jeder der als Sportler einmal - in welchem Sport auch immer - die Chance hatte, in eine hohe (dort sogar höchste) Klasse aufzusteigen, weiß, daß man sich dagegen nicht wehren kann.
@1982: Genau, das hilft bestimmt...
Weiß nicht genau, was ich davon halten soll, daß Hamann jetzt raus ist. Gerade noch habe ich mit Jemandem, der selbst Inhaber einer Fußball Trainer-Lizenz bis in hohe Klassen und ehemaliger Trainer im Spitzensportbereich einer anderen Sportart war, eine ferndiagnostische Ursachenforschung betrieben

Weil wir nicht unbedingt zu dümmlichen Nürnberg '85 Verschwörungstheorien neigen (schon gar nicht, wenn man eine Nacht darüber geschlafen hat), hat er mal seine Sicht auf die Dinge präsentiert.
Schon vor dem Spiel gegen Karlsruhe hat er gesagt, die drei Abendspiele in Folge würden sich rächen. Erstens, weil andere Vereine zwischendurch auch mal einen Ruhetag mehr genießen können und Zweitens weil der Adrenalinpegel nach so einem Spiel erst spät in der Nacht wieder fällt (was sich - wenn man es nicht gewohnt ist - ebenso wie die Erschöpfung auf das Schlafverhalten auswirkt). Im Spitzensport bedeutet dies, daß Biorythmus und Erholungszeit sich kurzzeitig stark verändern. Noch dazu leben unsere Spiele (ganz besonders gegen technisch und taktisch starke Mannschaften wie Bayern und besonders Stuttgart) von Kampf und Einsatz (was eben auch an der Qualität des Kaders liegt, die bei uns nicht so hoch ist) - andere Mannschaften müssen nicht rennen und kämpfen wie die Bekloppten. Das würde auch die "Bleiweste" vom Live-Ticker erklären. Bei allen anderen Ursachen finde ich diese nicht unerheblich; sie spielen mit Sicherheit auch in die Niederlage mit hinein.
Ich kann und will mir nicht vorstellen, daß die Mannschaft gegen den Aufstieg, gegen den Trainer und letztlich auch gegen sich selbst gespielt hat. Das ist auch einfach zu billig und eine völlig kindliche Herangehensweise an komplizierte Sachverhalte.
Wie auch immer, der Glaube schwindet, aber ein Fünkchen Hoffnung bleibt (wie bereits beim Aufstieg). Ich habe es mir seit dem Finale von Frankfurt abgewöhnt, Dinge voreilig gänzlich abzuhaken. Das Glas ist zwar halb leer, aber sogar in der Wüste kann man mit sehr viel Glück eine Quelle finden, um es wieder aufzufüllen. Hoffen wir, daß Mirko Dickhaut ein guter Wünschelrutengänger ist.
Walk on...walk on...with hope in your heart!