Quelle:
http://www.hna.de
0:0 - Löwen überraschen
Fußballregionalligist KSV Hessen trotzt dem kroatischen Vizemeister Hajduk Split
Diemelstadt. Wenn das keine Überraschung ist: Im ersten Testspiel nach der Sommerpause trotzen die Regionalliga-Kicker dem aktuellen kroatischen Vizemeister und Uefacup-Teilnehmer Hajduk Split gestern ein 0:0 ab.
Dabei hätte nicht viel gefehlt und die Löwen wären gar als Sieger vom Spielfeld in Diemelstadt-Rhoden gegangen. Pech für die Nordhessen, dass Tobias Oliev (69.), Tobias Willers (84.) und Mirko Tanjic (86.) bei guten Chancen Nerven zeigten.
Dennoch war Löwen-Trainer Matthias Hamann sehr zufrieden: "Mein Team stand kompakt. Alle Spieler haben die Vorgaben gut umgesetzt." Dass es beim schnellen Umschalten nach vorn noch Defizite gab, sei gegen eine derart gut besetzte Truppe wie Hajduk nachvollziehbar.
Erst vor acht Tagen waren die Löwen ins Training eingestiegen. Das war ihnen anzumerken. Insbesondere in der ersten Halbzeit kamen sie nicht richtig in die Gänge. Bezeichnend: Die rund 1000 erwartungsvollen Fans, vorwiegend KSV-Anhänger, mussten über eine halbe Stunden bis zur ersten Chance des KSV warten. Berger hatte Beyer vorn ins Spiel gebracht, der zog von der Strafraumgrenze ab, doch der Ball flog am Kasten der Kroaten vorbei (35.). Es blieb beim 0:0.
Ein für die Löwen überaus glücklicher Zwischenstand, denn Split dominierte in dieser Phase. Frischer wirkten die Gäste vom Balkan und schneller. 3:0 hätten sie bis zu diesem Zeitpunkt führen können. Zunächst verpasste Kalinic (15.), dann wehrte Adler wiederum gegen Kalinic ab (19.). Und schließlich wurde ein Treffer von Rukavina wegen Abseitsstellung nicht gegeben (23.). Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff hatte Rukavina erneut die Führung für Hajduk auf dem Fuß - wieder aber war Adler auf dem Posten.
Lob für Lamczyk
Adlers letzte Aktion, denn ab der 46. Minute hatte der frühere Schalker Dennis Lamczyk die Chance, sich im Kasten zu bewähren. Der 20-Jährige nutzte sie. In der 54. Minute parierte er gegen Rukavina, und neun Minuten später klärte er gegen den durchgebrochenen Kalinic zur Ecke. Hamann zeigte sich beeindruckt: "Dennis hat mich voll überzeugt."
Auf Seiten der Gäste kickte ab der 46. Minute übrigens der frühere Juventusspieler Igor Tudor mit. Neuen Schwung brachte er nicht. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Löwen ins Spiel. Torchancen für Split jedenfalls gab es in den letzten 20 Minuten keine mehr.
• KSV Hessen: Adler (46. Lamczyk) -- Möller, Schönewolf (58. Busch), Willers, Kümmerle - Beyer (58. Oliev), Fießer, Zinke, Berger - Bauer (46. Tanjic), Strobel (46. Scholze).
Hajduk: Balic (46. Tumcic)- Delaic, Panda, Zivkovic, Hrgovic - Ljubicic (46. Tudor), Cernat, Andric, Gabric - Rukavina, Kalinic. Tore: Fehlanzeige Z: 1000.
01.07.2007