Hier ist Spielbericht aus den Stuttg. Nachrichten. Er liest sich wie die meisten Artikel zu den KSV-Spielen letztes Jahr. Entweder war es die schlechteste Saisonleistung der Gastgeber oder "der bisher schwächste Gegner" gewinnt unverdient ... (ok, hochverdient war's nicht).
Ach ja, ich bitte darum hier keine Rechtschreibdiskussion anzufangen - der Artikel ist eingescannt (oder eingescanned?

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Kickers: Wille und Herzblut reichen nicht
Die Blauen vergeben beim 0:2 gegen Kassel viele Chancen - Eichelbaum kritisiert die Zuschauer
Stuttgart - Die Spieler der Stuttgarter Kickers haben alles gegeben. Doch selbst gegen den bisher schwächsten Gegner in Degerloch reichte das nicht zum ersten Heimsieg der Saison - 0:2 (0:1) gegen den KSV Hessen Kassel.
Der Scout des Zweitligisten SC Paderborn verließ die Tribüne kurz vor Spielende und brummelte etwas von „Not gegen Elend". Kassels Trainer Matthias Hamann wollte hinterher ein „rassiges Regionalligaspiel" gesehen haben, in dem seine Mannschaft „sehr gut nach vome gespielt" habe. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte: Die Kickers zeigten ihr bestes Heimspiel, allerdings präsentierten sich die ersten beiden Gegner Jahn Regensburg und SF Siegen deutlich stärker als Kassel. Als „defensivdestruktiv" bezeichnete Kickers-Manager Joachim Cast den Auftritt der Hessen, die mit ihrem ersten Schuss aufs Tor kurz vor der Pause glücklich in Führung gingen.
Das Positive aus Sicht der Blauen: Sie erarbeiteten sich mehrere klare Chancen, allein Sokol Kacani scheiterte zweimal an Pfosten und Latte. Die Kickers spielten mit Herz und Leidenschaft. Der Wille war da. Bei jedem Einzelnen. Doch klar wurde auch: Es fehlt eine Führungspersönlichkeit im Mittelfeld. Und darunter leidet die Spielsteuerung. Viel zu früh wurden in der zweiten Halbzeit die Bälle hoch und weit nach vorne geschlagen, anstatt die teilweise hüftsteifen Hessen am Boden auszuspielen. „Im Mittelfeld passt es noch nicht. Der Trainer sucht noch seine Idealformation", erkannte Mustafa Parmak das Hauptproblem der Kickers. Der 25-Jährige, der seinen Vertrag bis 2010 verlängert hat, brachte nach seiner Einwechslung viel Schwung und drängte
sich für einen Platz in der Anfangformation auf. „Ich hätte lieber schlecht gespielt und dafür drei Punkte auf dem Konto", sagte Parmak und schüttelte noch Minuten nach dem Spiel enttäuscht den Kopf: „Immer wenn wir die Chance haben, uns oben festzusetzen, patzen wir. Das war schon in der vergangenen Saison der Fall." Auch der sportliche Leiter Walter Krisch zeigte sich verärgert: „Wir haben die Riesenchance verpasst, auf Platz zwei vorzustoßen." An der Tabelle wollte sich der Trainer dagegen nicht aufhalten. „Ich sehe unsere Entwicklung eher nach oben als nach unten", sagte Peter Zeid-ler mit etwas Abstand zum Spiel.
Unmittelbar nach dem Abpfiff hatte er mit starrem Blick und ohne Regung auf die Haupttribüne geschaut. Der Coach fixierte einen der Zuschauer, die sehr schnell mit wenig aufbauenden Äußerungen die Mannschaft und speziell den schwachen Sascha Benda bedacht hatten. „Das ist Teil der Faszination Kickers, das ist spannend, ich sehe dies als Herausforderung", erklärte Zeidler später - und spielte das Reizklima herunter. Präsident Dirk Eiehelbaum wurde deutlicher: „Das katastrophale Zuschauerverhalten vieler Besucher auf der Haupttribüne nervt mich." Was er dagegen tun will? „Jedes Spiel gewinnen, am besten zweistellig", erwiderte der Kickers-Chef ironisch.
Dabei würde den meisten wohl schon ein 1:0 reichen - im nächsten Heimspiel am 14. September gegen den SV Sandhausen.
So, und jetzt sehe ich mir an, wie die "Sch... Millionäre" aus Hoppenheim in Freiburg verlieren

. Steht schon 1:0

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Gruß
Volker