Fanverein von Fans für Fans

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Günter Kratz
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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Günter Kratz » 20. Okt 2009, 00:41

Eine gute Methode ein bißchen Durchblick zu bekommen ist, sich bei Heimspielen einfach mal in die Nordkurve zu stellen und insbesondere bei den langen Auswärtsfahrten mit Fans aus aus allen möglichen Gruppierungen zu reden. Statt dessen sitzen viele von denen, die sich hier im Forum so gerne über "die Chaoten" auslassen, lieber auf der Tribüne oder vor dem Computer und reden über Fans, die sie nicht kennen und über Dinge, die sie werder erlebt haben noch verstehen. Wie denn auch? Ganz zu schweigen davon, daß man die auch noch niemals bei Fanversammlungen gesehen hat. Die Versammlungen finden übrigens - in unregelmäßigen Abständen - schon seit der letzten Obeligasaison statt. Der Mirco Pontius hat im Thread zum Reutlingen Spiel schon angeboten, mal eine Versammlung mit Mitgliedern des Fanvereins und Interessierten ein zu berufen. Das ist auch eine gute Gelegenheit sich untereinander kennen zu lernen. Aber wer wird schon kommen? Die selben Leute wie immer!

Für mich ist die Freiheit das Höchste was es gibt, und ich reagiere sehr schnell allergisch, wenn man mir versucht sie ein zu schränken. Ich denke mir aber auch, daß man nicht alles tun muß, nur weil man es könnte. Von daher finde ich auch nicht immer alles sooo toll was im Umfeld der Kasseler Fanszene und insbesondere bei Auswärtsfahrten passiert. Aber ich und viele andere sind wenigstens dabei und wissen halbwegs, warum manches so ist wie es ist und warum irgendetwas passiert ist.

Auf der anderen Seite gibt's auch sehr viele Leute, die hier im Forum, aus der Zeitung oder dem Fernsehen irgendwelche bruchstückhaften Informationen zu einem Ereignis aufschnappen, sich daraus eine wüste Geschichte zusammen reimen und dann ihrer Empörung über die "Vorfälle" hier Luft machen. Vorfälle, die sie sich selbst zusammengesponnen haben! Anders gesagt: Sie ziehen sich an ihren eigenen Phantasien hoch! - Und dann werden natürlich auch gleich Konsequenzen für die mutmaßlichen Übeltäter gefordert. Am besten gleich mit der groben Kelle; egal ob es dabei Schuldige oder Unschuldige trifft.

Und dann frage ich mich wer wohl Schlimmer ist? Die paar Pfeiffen die Mist machen, der dann wieder auf die gesamte Fanszene zurück fällt? Oder die Saubermänner, die alles verurteilen was sie nicht verstehen? Für mich ist die Welt jedenfalls nicht in Ordnung, so lange ich meine Ruhe habe und dabei sehe, wie andere Vorverurteilt werden!

Der Fanverein sollte sich nicht ausgerechnet von diesen Saubermännern vorschreiben lassen welche Gruppierung akzeptabel ist und welche nicht! Wir sind alle KSV-Fans und der Fanverein muß grundsätzlich für jeden offen stehen, der bereit ist sich an die Regeln von Menschlichkeit und Toleranz zu halten. Wenn sich dann herausstellt, daß jemand es im Umfeld der Spiele nicht tut, dann kann man sich nötige Sanktionen überlegen. Gewissen Gruppen von vorn herein aus zu schließen ist für mich jedenfalls der falsche Weg! im Übrigen bedeutet für mich Toleranz auch, jedem mindestens eine Chance zu geben - und wenn es sein muß auch zwei oder drei!

RWG
Günter
Ab nächsten Samstag wird alles besser! Wir werden's erleben!!

Pontius
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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Pontius » 20. Okt 2009, 07:01

Da brauche ich selber nichts mehr zu schreiben.
Günter Kratz hat es 100% auf den Punkt gebracht.

Bitte um Beiträge und Treminvorschläge, wenn wir ein Treffen machen wollen.
Es gibt mit Sicherheit einiges zu besprechen. Dort stelle ich mich auch gerne der Kritik realer Personen, aber nicht im Forum.

Freue mich auf eure Antworten

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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Lämmi » 20. Okt 2009, 08:26

In den nächsten Wochen habe ich geplant ein Fantreffen zu machen
Dabei werden sich Mirko Dickhaut, Enrico Gaede und Kevin Wölk den fragen der Fans stellen.
Sobald ich von Mirko Dickhaut einen der genannten Termine bestätigt bekomme,
werde ich den Termin hier einstellen.
Dieses Treffen können wir im Anschluß der Fragerunde dazu nutzen, sich
Gemeinsam über den Fanverein und diverse andere Theman zu Unterhalten
Hier im Forum darüber zu diskutieren ist ganz klar der falsche Weg
Das Forum ist nicht Aussagekräftig und wird sehr oft genutzt um schlechte Stimmung zu machen oder etwas falsch zu verstehen

RWG Lämmi

Axel Feder
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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Axel Feder » 20. Okt 2009, 10:52

@Günter

Ich persönlich halte es für den falschen Weg, nach dem Motto "Entweder kommt ihr zu uns, ansonsten nehmen wir euch nicht ernst" zu arbeiten. Warum? Weil solche Dinge niemals einseitig laufen können. Ich meine, es gibt Gründe wieso manche Leute eben NICHT im Fanblock stehen. Wer aus dem Block geht denn beispielsweise auf die Osttribüne und unterhält sich mit denen mal? Man kann doch nicht etwas verlangen, was man selbst gar nicht macht. Mir ist schon klar, dass der Fanverein in erster Linie für den Block gedacht ist, obwohl ich hierbei nicht die alte Diskussion lostreten möchte, wer nun als Fan gilt und wer nicht.

Ich gebe dir recht, es sollte von vorn herein niemand ausgeschlossen werden. Oder aber man macht ganz deutlich klar, welche Klientel man im Verein haben möchte. Das erspart Leuten, die damit nicht umgehen können eventuell negative Erfahrungen, die dann doch wieder zu Lasten des Fanvereins gehen könnten.

Dazu gehört es aber auch, sich mit unbequemen Meinungen auseinanderzusetzen. Auf die Schulter klopfen bringt auf Dauer auch nichts und du bist ja auch eher ein Mensch, der Tacheles redet. Klar, man sollte die Meinungen hier im Forum nicht überbewerten, aber sie völlig außen vorlassen bringt nichts. Nicht jeder hat Lust zu solchen Treffen zu gehen, nicht jeder hat Lust im Fanblock zu stehen. Und trotzdem kann man ein KSV-Fan sein, der Woche für Woche mit seinem Verein fiebert, leidet oder sich freut. Ist so einer weniger wert? Ist so einer im Fanverein nicht erwünscht? Darf so einer sich in solch einem Projekt nicht mit einbringen? Bei positiver Resonanz werden sich dann womöglich auch Leute mal outen, die man hier nur hier im Forum kennt. Ich bin auch nie ein Mensch gewesen, der auf Fremde einfach so zugehen kann.

Ich für meinen Teil werde weiterhin meinen Senf dazu abgeben, wenn ich es für nötig halte. Und ich kann euch jetzt schon sagen, dass ich zu keinem Treffen erscheinen werde. Was eine Beteiligung meinerseits an dem Projekt - in welcher Form auch immer - natürlich nicht ausschließt. Das hängt aber von anderen Faktoren ab. Die Zeit wird es zeigen, ob der Fanverein - wenn er Kontur angenommen hat - positive Signale aussendet oder doch eher wie ein autarker Club vorkommt, der nach außen hin eher dubios wirkt.

RWG Axel
Unsere Zeit wird kommen!

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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Bernd RWS 82 » 20. Okt 2009, 12:29

Axel Feder hat geschrieben: Ich für meinen Teil werde weiterhin meinen Senf dazu abgeben, wenn ich es für nötig halte. Und ich kann euch jetzt schon sagen, dass ich zu keinem Treffen erscheinen werde. Was eine Beteiligung meinerseits an dem Projekt - in welcher Form auch immer - natürlich nicht ausschließt.
und das (denke ich) ist genau der verkehrte weg axel :roll: . wir brauchen jetzt anschubhilfe,gute tipps, hilfestellungen und selbstverständlich auch kritik und danach kann man sich unterhalten und diskutieren. hier im forum ist das für mich kein maßstab. klar dich kennen viele, aber viele anonyme forumsuser werden deswegen nicht ernst genommen. :o in deinen fall wissen wir alle das du in den 90igern wahnsinnig viel für den ksv gemacht hast, aber ist es wirklich zu viel verlangt einmal im jahr zu einen treffen des fanvereines zu kommen?? finde ich echt schade das du so denkst.... :(
fan bist du aber doch immer noch oder... :wink: :P

@günter
sehr guter beitrag 8)

@ecki
wir im vorstand sind uns einig das gewalt nur eingesetzt wird wenn das eigene leben oder die ksv gruppe an sich bedroht wird. nochmals: wir als fanverein distanzieren uns von jediglicher gewalt in und vor dem stadion!!
jedes neue mitglied hat eine faire chance verdient. wer sich nicht benehmen kann oder will, randaliert, politische provaganda abzieht oder sachbeschädigungen begeht, wird (nach einer anhörung vom vorstand und je nach schwere) dann vom fanverein ausgeschlossen. :o :o
dies hätte z.b. zu folge: keine auswärtsbusfahrten mehr oder hilfestellung bei sv´s usw. :(

für einen mindesbeitrag von 1€ monatlich kann jeder seine meinung kund tun was ihn an den fanverein missfällt. billiger geht es doch nicht die fankultur in kassel voran zu treiben :wink: wohin wir treiben werden wir sehen. wir haben willen, mut und begeisterung 8) nur das finanzielle ist leider zu dünn, aber das ist ja normal für einen neugegründeten verein :wink: ecki wir würden uns sehr freuen wenn du beim nächsten treffen anwesen wärest :D
"You´ll never walk alone KSV Hessen Kassel" Seit dem 6.10.1974 bis zum Tod !
"Man kann sich eine neue Freundin suchen, aber keinen neuen Verein !"(Campino)

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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Axel Feder » 20. Okt 2009, 14:11

Bernd RWS 82 hat geschrieben: und das (denke ich) ist genau der verkehrte weg axel :roll: . wir brauchen jetzt anschubhilfe,gute tipps, hilfestellungen und selbstverständlich auch kritik und danach kann man sich unterhalten und diskutieren. hier im forum ist das für mich kein maßstab. klar dich kennen viele, aber viele anonyme forumsuser werden deswegen nicht ernst genommen. :o in deinen fall wissen wir alle das du in den 90igern wahnsinnig viel für den ksv gemacht hast, aber ist es wirklich zu viel verlangt einmal im jahr zu einen treffen des fanvereines zu kommen?? finde ich echt schade das du so denkst.... :(

fan bist du aber doch immer noch oder... :wink: :P
Zu deiner letzten Frage müsste man abgleichen, was genau einen "Fan" ausmacht. Ist Fan ein "Fanatic" (woher es sich ja ableitet), der nach seinem Verein lebt und alles andere unterordnet? Dann bin ich es sicherlich nicht mehr. Ist ein Fan, der sich zu seinem Verein sehr verbunden fühlt und damit Emotionen aufgrund diverser Situationen zulässt, jedoch nicht (mehr) sein Leben danach ausrichtet, so halte ich mich noch für einen.

Es stimmt, in den 90igern war ich ein ziemlicher "Fanatic". Mein Umfeld wird dies sicher bestätigen. Allerdings war nicht alles, was ich gemacht habe der Außendarstellung der damaligen kleinen, aber feinen Fanszene zuträglich. Details lass ich mal außen vor. Damals habe ich mich so unglaublich mies gefühlt, wenn ich nur ein Auswärtsspiel verpassen musste, weil kein Bus der Red Sioux fuhr oder man nicht anderweitig hinkommen konnte. Das hat sich aus verschiedenen Gründen geändert. Natürlich bin ich heiß drauf, zeitnah das Ergebnis zu wissen und bin hibbelig, während das Spiel läuft. Mehr aber halt leider nicht.

Ob es schwierig ist, einmal im Jahr zu einem Treffen zu gehen? Nein, ist es sicherlich nicht. Aber entweder bringe ich mich richtig und regelmäßig ein oder lasse es ganz. Pontius, Günter oder du kennt mich persönlich und ich denke, ihr wisst dass ich alles was ich schreibe auch persönlich so wiedergeben würde.

Ich stelle mir aber auch die Frage, ob Reitenbreiter ernster genommen werden würde, wenn man wüsste wer er ist (er ist jetzt einfach mal stellvertretend an dieser Stelle genannt)? Ich muss erhlich zugeben, dass ich da aktuell etwas Zweifel hege.
Unsere Zeit wird kommen!

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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Bernd RWS 82 » 20. Okt 2009, 14:29

natürlich akzeptiere ich/wir dein verhalten - keine frage, aber es tut eben weh auf leute mit erfahrung zu verzichten von denen man weiß, da könnten wertvolle tips kommen :(
Axel Feder hat geschrieben: Ich stelle mir aber auch die Frage, ob Reitenbreiter ernster genommen werden würde, wenn man wüsste wer er ist (er ist jetzt einfach mal stellvertretend an dieser Stelle genannt)? Ich muss erhlich zugeben, dass ich da aktuell etwas Zweifel hege.
von meiner seite her ein klipp und klares ja. ein ehrliches wort unter männern (in einen streitgespräch) ist besser, als sich anonym hier im forum zu verstecken. probleme kann man nur beseitigen wenn man seinen gegenüber in die augen sieht. andere meinungen eröffnen ja auch für einen selbst andere ansichten zur lage. nur meiner meinung gehört definitv dazu das man denjenigen auch ein bisschen persönlich kennt :o
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Re: Fanverein von Fans für Fans

Beitrag von Eckart Lukarsch » 20. Okt 2009, 21:57

Bernd RWS 82 hat geschrieben: ... @ecki
wir im vorstand sind uns einig das gewalt nur eingesetzt wird wenn das eigene leben oder die ksv gruppe an sich bedroht wird. nochmals: wir als fanverein distanzieren uns von jediglicher gewalt in und vor dem stadion!!
jedes neue mitglied hat eine faire chance verdient. wer sich nicht benehmen kann oder will, randaliert, politische provaganda abzieht oder sachbeschädigungen begeht, wird (nach einer anhörung vom vorstand und je nach schwere) dann vom fanverein ausgeschlossen. ...
Danke, Bernd, das ist doch schon einmal etwas, was ich befürworten und unterstützen kann. Ich habe auch nichts gegen eine zweite, möglicherweise sogar dritte Chance, je nachdem, wie der jeweilige Fall gelagert ist. Was mir gegen den Strich gehen würde wäre ein vertuschendes "Sich-davor-stellen" der ganzen Gruppe um Einzelne, die sich nicht an die Spielregeln halten, straffrei davon kommen zu lassen. Ich habe auch nichts dagegen, daß NICHT jede Einzelheit hier im Forum breitgetreten wird. Aber ich muß davon ausgehen können, daß im Notfall interne Sanktionierungsmechanismen vorhanden sind und auch greifen, damit ich den Fanverein aus Überzeugung unterstützen kann.

Es tut mir ja auch schon etwas leid, hier momentan ständig über Regeln und Saktionen zu reden. Gerade auch deshalb, weil ich ein entschiedener Verfechter der persönlichen Entfaltungsfreiheit eines jeden Einzelnen bin.

Bei dem nächsten Fantreffen werde ich anwesend sein. Für den Fanverein selbst werde ich einige Ideen und Anregungen im Gepäck haben.

Grüße von Ecki :)
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